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  1. #1
    Marina
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    Grünschnabel

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    Frage Musikwünsche an eine weibliche Bardin

    Hallo,

    ich habe vor geraumer Zeit angefangen Musik zu machen und spiele nun ab und zu in der Taverne.

    Da ich jetzt mein Reportoire erweitern möchte, frage ich mich, welche Musik ihr gerne von einer Bardin hören würdet. Und zwar unabhängig von der Stimmung, denn ich werde die Lieder dann jeweils schon zum passenden Zeitpunkt spielen. Es sind also alle Liedvorschläge vom Trauerlied bis hin zum schmutzigen Taverneschmetter für den frühen Sonntagmorgen erwünscht.

    Wichtig ist nur, dass ihr Euch vorstellen könnt, sie von einer weiblichen Bardin mit Mezzostimme mit Gitarre zu hören.

  2. #2
    Kelmon
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    Für mich zumindest ist Dein Geschlecht volkommen irrelevant, wenn es um die Musik geht, die ich gerne hören würde.

    Das ist für mich primär rein instrumentale Stimmungsmusik. Ich kann dafür mit Schandmaul-ähnlichem Ritterromantikkram eher wenig anfangen.
    Geändert von Kelmon (18.08.2013 um 17:09 Uhr)
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #3
    Gerwin
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    Also erstmal, am besten keine Musik. Insbesondere keine Trauermusik. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die musikalischen Fähigkeiten des üblichen Larpbarden für traurige Momente einfach nicht genügen.

    Ansonsten sehe ich dass ähnlich wie Kelmon, mit einer Ausnahme. Wenn du wirklich Tavernenmusik machen willst, musst du halt die (am besten) tanzbare Musik bringen, die Leute auch wiedererkennen. Hier würde ich mich tatsächlich an beliebten Myttelalterbands wie den Streunern orientieren und vor allem auf "Evergreens" wie "Was sollen wir trinken" setzen. Da kann dann nämlich jeder der Musik mag auch "mitsingen". Dieses "Wiedererkennen und Mitsingen" scheint mir wichtiger als ein noch so passendes Lied, welches aber (gerade bei Frauenstimmen) eh im Lärm der Taverne untergeht.

    Im allgemeinen (und leicht am Thema vorbei) noch zwei Hinweise: Such dir Unterstützung. Unterstützung die ebenfalls ihr Instrument (und soziale Normen) beherrscht. Eine Gitarre alleine geht unter, such dir zumindest noch jemanden mit einem Rhytmusinstrument.

    Und (subjektiv ganz wichtig) unterlasse es selbst zu tanzen und nehm auch keine Tänzer zu deinen Auftritten mit.

  4. #4
    Tine
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    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen
    welches aber (gerade bei Frauenstimmen) eh im Lärm der Taverne untergeht.
    Das passiert aber nur (auf Con leider allzuoft), wenn die Dame auf ihrer Gitarre vor sich hinklimpert und dabei mit Kinderstimmchen ein Lied vor sich hinhaucht. Das passt zwar vielleicht beim Grillabend auf der Terasse oder alleine als Meditationshilfe unter irgendeiner Weide, taugt aber nicht für die Taverne. Männliche Musiker machen eher selten den Fehler einen auf ätherisch schwebend machen zu wollen. :mrgreen: Ich hab schon einige eingeschnappte "Bardinnen" erlebt, die beleidigt waren, weil die Taverne nicht schweigend, andächtig und ergriffen dem Xten Schmalzfetzen gelauscht hat. Tavernenmusik braucht eine kräftige Stimme (nicht gleichzusetzen mit Schreien oder Brüllen, sondern mit Stütze), passendes Instrumentarium, ein größeres Repertoire als die ewig gleichen zehn Lieder und ein dickes Fell.

    Edit: Ach, ja: Tänzerinnen - und auch Tänzer bitte gerne. Aber bitte nicht die üblichen halbnackten Hupfdohlen, die außer Arsch- und Tittenwackeln nicht viel zu bieten haben. 1000mal gesehen und inzwischen zum Gähnen langweilig. Mag aber auch daran liegen, dass ich eine Frau bin, dass ich mit dieser Art zu "tanzen" nicht viel anfangen kann. Wohlgemerkt eine gute Bauchtänzerin, die wirklich weiß, was sie tut, sehe ich mir sehr gerne an. Die paar Male, wo ich sowas auf Con gesehen habe, kann ich allerdings an den Fingern der linken Hand eines Sägewerksarbeiters abzählen.
    Geändert von Tine (19.08.2013 um 14:56 Uhr)
    SEMPER PROBUS

  5. #5
    Gerwin
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    Naja Tine, ich denke wir müssen nun nicht darüber diskutieren, dass ein Mann für gewöhnlich die durchsetzungsfähigere Stimme (insbesondere bei Tavernenlärm) hat. Natürlich kann dass eine geübte Sängerin ausgleichen und eine Opernsängerin singt uns höchstwahrscheinlich alle 3 mal an die Wand. Um mal zurückzukehren..wir können dir nun zahlreiche Lieder nennen. Eigentlich genügt es schon sich ein typisches Pfadigesangbuch zu kaufen. Dort wirst du mindestens genug taugliche Lieder für eine halbe Stunde finden (mehr muss ja eh nicht sein). Das Problem ist, du musst ja die Lieder auch entsprechend verkaufen können, sie müssen zu deinem Charakter und vor allem zur Situation passen. Und dass ist das Problem vor dem viele Larpbarden halt (ausserhalb der Tavernenmusik) stehen. Es ist extrem schwierig zu sagen "dieses Lied will ich hören", wenn die Situation nicht stimmt. Ich habe überhaupt nichts dagegen in entsprechender Stimmung mit "was sollen wir trinken" beschalt zu werden. Die Situation muss halt nur passen.

    Die wichtigsten allgemeinen Punkte sind für mich:

    Das Lied sollte deutsch sein (die meisten Barden sind schon in ihrer eigenen Sprache gefordert, bei Englisch oder (ganz furchtbar) Latein wird es grausig).
    Das Lied sollte normalerweise eine Lautstärke haben der man sich auch noch entziehen kann, ohne nun zu leise zu wirken.
    Generell würde ich mir wünschen, dass Barden sich nicht zu viel zutrauen sondern eine gesunde Selbsteinschätzung entwickeln. Selbst Mittelalterrocklieder erfordern manchmal eine ausgebildete Stimme und ein starkes Rhytmusgefühl. Das lernt man nicht einfach "mal eben selbst".

    Die Tänzer sind hier ja nicht gefragt, aber ich kann selbst auf gute Bauchtänzerinnen im Regelfall verzichten. Hier müssen einfach so viele Faktoren zusammenkommen, dass ich es für unwahrscheinlich halte je eine wirklich gute Tänzerin zu treffen. Von Tänzern mal ganz abgesehen. Auf die kann ich eigentlich immer verzichten (völlig egal ob sie gut sind oder nicht, gefällt mir einfach optisch nicht, selbst bei Profis).

  6. #6
    Swea
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    Grünschnabel

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    Ich persönlich ziehe den Hut vor jedem, der sich traut als "Barde" aufzutauchen, bzw Barde sein möchte.

    Allerdings musste ich schon (schmerzlich) feststellen, dass das BArdentum sich auf Zwei Gruppen aufteilt:

    Gruppe 1: Der "Barde", der sämtliche SChandmaul-Lieder Vorwärts und Rückwärts spielen kann.. und dann hörts auch auf. Danke. Nein. Ich habe so viele "Barden" gesehen und gehört, dass ich mit diesem Wort eher etwas unfassbar schlechtes Verbinde: die lackierte Westerngitarre und mal wieder zum tausendsten mal "Roter Mond".

    Tip: Schau dir den Thread an, mit den meistgehassten Liedern des Larp. So viele wie sie kennen, genausoviele kriegen das Grauen, wenn die ersten Akkorde geschrammelt werden.

    Gruppe 2: Der eher sehr seltene "Barde", der neben der zwar immernoch wenig passenden Gitarre, mmerhin ein stattliches ARsenal an Pfeifen, Flöten und vorallem Kreativität mitbringt, die Zuhörer eher mit der Musik als seinem Gesang unterhält, denn das Singen lässt er meist, außer, er reimt spontan etwas, was absolut zum Tagesgeschehen passt. Hut ab!


    Ich weiß nicht, wie deine Stimme klingt.. ob du eher Bauchlastig singst, oder doch Kopflastig wie die nette Blonde, die "Für dich schiebe ich die Wolken weiter" ins Mikro haucht.. wenn letzteres: Bauchatmung, Stimme im Bauchraum sammeln und singen.
    Vieleicht bist du eine talentierte Liederschreiberin.. versuch es damit, dann passts immer mit der eigenen Tonlage.. oder schreib Knaller in eine für dich passende Tonlage um, denn das ist nicht allzuschwer..ich behaupte sogar vorsichtig, es gibt Internetseiten, die das Transponieren für dich übernehmen, wenn es denn dann doch nicht passt mit dem Lied, welches man doch gern singen würde, aber die Tonlage es absolut nicht hergibt.
    Der Vorteil an eigenen Liedern: Sie sind garantiert noch nie gehört, können daher auch niemanden "gruseln". Vieleicht eine GEschichte mit musikalischer Untermalung? Denn das klappt auch als Einzelklampfer ganz gut.


    Lass dich auf jedenfall nicht entmutigen.. und Finger weg von "Roter Mond!" oder "Schwarze Schwingen"... *schauder*
    "Ph'nglui mglw'nafh Cthulhu R'lyeh wgah'nagl fhtagn."
    -HP Lovecraft
    "In his house at R'lyeh, dead Cthulhu waits dreaming."

  7. #7
    Edgemaen
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    Also ich hab nix dagegen, wenn im Wirtshaus ein paar Lieder zum mitsingen gespielt werden. Da passt einfach keine romantische/tragische Musik. Und auch keine mittelalterliche Musik. Zumindest nicht im Regelfall.

  8. #8
    Tine
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    @Gerwin
    Frauen könnten sich genauso im Tavernenlärm durchsetzen, wenn ihnen nicht wer erzählt hätte, dass man als Frau bei Singen wie ein Chipmunk oder eine Fünfjährige klingen muss. Ich kenne zum Glück ein paar _gute_ Beispiele. Gerade habe ich mir mal diesen Wolkenschiebesong reingezogen - naja, zumindest die ersten 20 Sekunden - dann hab' ichs nicht mehr ertragen. Viele Frauen versuchen in einer für sie viel zu hohen Tonlage zu singen, was dazu führt, dass es einfach nur fiepsig wird. Aber sie scheinen zu glauben, dass bei Frauen nur die hohen Töne sexy sind. Und bevor man unsexy ist, vergewaltigt man lieber seinen Kehlkopf und die Ohren der anderen.
    Männer haben eher das Problem, dass sie glauben alles übertönen zu müssen. Das geht dann oft so weit, dass man sich mit seinen Tischnachbarn nur mit Gebrüll unterhalten kann, vor allem, wenn es nicht nur ein Barde, sondern eine ganze Combo ist. Dann verlasse ich üblichwerweise die Taverne, weil dann kein Rollenspiel mehr möglich ist. Wenn ich will, dass mir die Ohren abfallen, gehe ich zu einem Manowarkonzert und für alkoholseliges Gegröle ins Bierzelt.
    Ich weiß nicht, wem der Name Shei noch was sagt. Die hat ihre Lieder zum größten Teil immer selber geschrieben (auch wenn viele von denen im Laufe der Zeit von anderen Barden totgenudelt wurden) und ich kenne Barden, die Lieder zu Geschehnissen auf Cons oder über Charaktere schreiben - und zwar jenseits von "man nehme eine bekannte Melodie und klatsche einen mehr oder weniger larpigen Text drunter". Leider gibts von der guten Sorte zu wenig. Und noch was: Ein guter Barde weiß auch, wann es besser ist, mal die Klappe zu halten. Es ist für Orgas schwer genug Atmosphäre zu erzeugen. Wenn dann noch tragische, verzweifelte, melancholische, epische, ... (Plot)Ereignisse von irgendwelchen Hitparadebarden zersungen werden, könnte ich jedes Mal die Wand hochlaufen: Vor der Tür "Last Man standing" und in der Taverne "All voll" und "10 kleine Orks". *schauder*
    Was ich persönlich absolut liebe ist Lautenmusik ohne Gesang in der Taverne. Also gezupfte Dinge - keine Akkordschrammelei. Da könnte ich absolut festwachsen, wenn jemand sowas in der Taverne (oder sonstwo) spielt. Dazu ein Humpen Bier. Einfach nur toll.
    Geändert von Tine (19.08.2013 um 20:35 Uhr)
    SEMPER PROBUS

  9. #9
    Gerwin
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    Na gut, ich gebs auf. Offenbar ist es einfach schwer zu verstehen, dass Männer für gewöhnlich eine kräftigere, raumfüllendere Stimme haben. Von daher nur noch ein Tipp von mir: Als Frau ist dein Ort um Gesangeskünste zu präsentieren nicht die Taverne. Ausser du bist schon so stark geübt, dass das Argument oben nicht mehr zählt. Die meisten Frauen (auch ohne hohe Stimme) gehen aber einfach unter.

    Wo wir aber gerade beim Thema Männer und Frauen sind. Wenn man sich an historischen Liedgut bedient (was generell völlig in Ordnung ist) sollte man durchaus darauf achten, dass dieses sich auch in die soziale Larpsituation einfügt. Bestes Beispiel für falsches Lied bietet hier Walter von der Vogelweide. Das Lied war zu seiner Zeit fast schon sozialkritisch, passt aber in einer Larpwelt mit meist ganz, ganz vielen verzogenen Kindern (und ohne Menschen die nun zur Erziehung mal zulangen) eher suboptimal. Ähnliche Beispiele gibt es auch aus dem Mann/Frau-Verhältnis, welche natürlich mit mittelalterlichen Ansichten vollgestopft sind (kein Wunder, sie kommen ja auch aus dem Mittelalter...) im Larp mit seiner fast gänzlichen Gleichberechtigung jedoch eher nicht passen und eigentlich IT für verwirrte Gesichter und ein "was singt der da eigentlich" sorgen müssten.

    P.S.: Wenn der Thread dir, liebe Erstellerin, eines zeigt, dann dass du eh nie jeden Geschmack treffen kannst. Ich habe zum Beispiel kein Problem mit den üblichen Tavernenschlagern (auch nicht für eine gewisse Zeit in der Dauerschleife) würde aber bei historischen Liebesliedern eher das Weite suchen. Ebenso würde ich einen Lautenspieler (den Tine vielleicht toll findet) absolut meiden, weil ich dieses Instrument und seine oft leicht melancholische Spielweise nicht mehr leiden kann. Geschmäcker sind einfach verschieden.
    Geändert von Gerwin (20.08.2013 um 09:13 Uhr)

  10. #10
    Noriel
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    Die meisten Antworten (auch wenn sie zum Teil interessant sind) gehen doch ein wenig an der eigentlichen Frage der TE vorbei. Liebe Marina, schau dir doch den Thread mit den "Lieblingsliedern" an, da steht schon einiges was zumindest die Leute aus diesem Forum gerne hören.

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