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  1. #11
    Gerwin
    Gerwin ist offline
    Forenlegende Avatar von Gerwin

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    Man sollte vielleicht anmerken dass die Forendiskussion zu kämpfen oft sehr einseitig geführt wird (und in der Regel von Menschen die eher in Richtung "Tanz mit Waffen" als in Richtung "realistische Kampfdarstellung" gehen dominiert wird). Ob ein, auch längerer, realistischer Kampf nun langweilig oder blöd anzusehen ist muss jeder selbst entscheiden. Das wäre ungefähr vergleichbar mit "Boxkämpfe sind mir zu langweilig, ich steh auf Show fürs Publikum, deshalb mag ich Wrestling".

    Zwei Dinge spielen jedoch eine größere Rolle:

    1. Du weißt im Larp nie wer dir gegenübersteht. Wenn ich nun zum Boxen gehe kann (und darf) ich damit rechnen, dass mein gegenüber weder hochschwanger ist, noch Glasknochen hat oder eine übermäßige Schmerzempfindlichkeit aufweist. Sonst geht er nicht zum Boxen. Weiterhin darf ich damit rechnen, dass der gegenüber (zumindest grob) meine Gewichtsklasse hat. Das ist im Larp anders. Da trifft dann der 100 kg Athlet mit Kampferfahrung und Kraft auf jemanden für den es eben ausreicht einmal im Jahr ein Plastikschwert in die Hand zu nehmen. Zu hartes "gewinnen Wollen" kann da erfahrungsgemäß ebenso gesundheitsgefährdend sein wie manche Showeinlagen (Man denke hier an einen Überkopfwurf beim Waffenlosen Kampf, und der Gegner kann nicht fallen. Keine gute Idee).

    2. Selbst in einen abgesprochenen Setting (Gladiatorenarena) neigen Larper manchmal zur Selbstüberschätzung. Sprich, auch wenn dein Gegenüber sagt "Klar kann ich fallen", du kannst dich (außer ihr kennt euch persönlich) nie drauf verlassen.

    Aus diesen beiden Dingen folgt dass du bei der Darstellung eines realistisch-harten Kampfstills äußerst vorsichtig sein solltest (und vielleicht tatsächlich das gewinnen-wollen bei Seite schieben). Um hier wieder den Vergleich zum Boxen zu ziehen, sieh einen Larpkampf eher als Sparing an von dem beide Parteien etwas haben, bei dem aber der Gegenüber auf keinen Fall verletzt werden sollte. Auch da ist ja Rücksichtsnahme gegenüber schwächeren geboten.

    Aber ich kann dich beruhigen: Es gab bisher kein Con bei dem ich nur eine Stunde am Tag gekämpft habe, wenn ich es darauf angelegt habe. Mal von Ambienteveranstaltungen abgesehen.

  2. #12
    Tenebroso
    Tenebroso ist offline
    Grünschnabel

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    Hallo Oli,
    volle Zustimmung zu dem gesagten, wir vermuten auch, dass die Gschichte drumherum mit eine wesentliche Rolle spielt. Und das der Kampf dann, wie Gerwin auch schon ausführte, sozusagen der Höhepunkt ist und auch so seine Tücken bereithält. Die unsere Geschichte dreht sich einfach um die Herrin des Gladiatoren, die mit seinen (hoffentlichen) Siegen Macht und Reichtum mehren will und rund um die Arena auch ihre Intrigen spannt. Ob man das dann umsetzen kann - keine Ahnung. Und ja, über den Kampf an sich sollte man sich auch Gedanken machen, damit dem Zuschauer was geboten wird. Wobei ich bei "gescripteten" Abläufen so ein wenig Bauchschmerzen habe und normalerweise eher dem freien Spiel und der Intuition vertraue. Aber das ist dann wieder eine andere Geschichte.

  3. #13
    Tenebroso
    Tenebroso ist offline
    Grünschnabel

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    Hallo Gerwin,
    ich stimme dir da eigentlich in allen Dingen zu. Bei den Gladiatoren kommt natürlich hinzu, dass man sich seine Gegner nicht aussuchen kann und damit auch unheimliche Begegnungen der dritten Art (100kg Athlet mit Kampferfahrung) drin sein könnten Und des Risikos generell bin ich mir auch bewusst, weshalb auch ich den Kampf der Gladiatoren eher als ein Sparring ansehe - wobei schon der Aspekt, wer gewinnt, irgndwie offen gehalten oder wenigstens dem Zufall überlassen werden könnte. Naja, diese Einstellung ist wohl ein Überbleibsel aus der P&P- bzw. Online-Rollenspielzeit.

  4. #14
    Besserwisserboy
    Besserwisserboy ist offline
    Alter Hase Avatar von Besserwisserboy

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    Wenn du/ ihr Kämpfe als einen sehr wichtigen Teil des Larps seht würde ich mich wenn es zum EE gehen soll ein wenig nach der allgemeinen Kampf-Philosopie des jeweiligen Lagers erkundigen. Da gibt es schon extreme Unterschiede. Das Imperiumslager (Warhammerhintergrund) sieht z.B. den Showeffekt im Vordergrund. Schönes Sterben und das recht häufig am Tag...
    Das Nordmannlager hingegen hat bei kämpfen eine sehr starke Gewinnenwollen-Orientierung und spielt in vielen Fällen die Verwundungen eher weniger aus (so zumindest meine Erfahrungen). Was oft zu Frust auf beiden Seiten führt und die spielergruppen dann eher keinen Bock auf Kämpfe gegeneinander haben.

    Bei der Antike gibt es natürlich viele Römer welche mit ihren extrem großen Schilden und Speeren in Formation kämpfen. Ist zwar sehr logisch und sieht auch nett aus macht dem Gegner aber so gut wie keinen Spaß. Zumindest denen die an Einzelkämpfen interessiert sind.
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

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