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  1. #11
    Hana
    Hana ist offline
    Forenjunkie Avatar von Hana

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    Ich weiß nicht, was du mit Privatverkauf meinst - wenn du Schilde anfertigst, mit dem Ziel, sie zu verkaufen gilt das nicht als Privatverkauf, sondern als gewerbliches Handeln.

    Daran ändert es nichts, "Privatverkauf" dazuzuschreiben. Deiner Homepage ist zu entnehmen, dass du Schilde anfertigst und dafür Geld nimmst - damit betreibst du ein Gewerbe. Anders läge der Fall, wenn du z.B. einen Schild für dich angefertigt hast und den verkaufst, weil du ihn nicht mehr benutzt. Das würde als Privatverkauf gelten.

    Ich bin kein Experte, aber in Nähforen kommt diese Frage immer wieder auf und das Ergebnis von denen, die sich eingehender mit der Thematik beschäftigen, ist immer: Entweder Gewerbe anmelden oder zumindest nicht öffentlich werben - ansonsten könnte man Schwierigkeiten bekommen.

    Ich möchte nicht den Zeigefinger erheben und will dir weder was Böses noch dir den Spaß verderben, rate dir aber, dich nochmal genau zu informieren, bevor du vielleicht mal Schwierigkeiten bekommst.

    Oh, und mich hat noch etwas ein wenig verwirrt: Deine Texte hier und auf deiner Homepage lesen sich ein wenig so, als sei es eine Innovation, Schilde mit Holzkern zu bauen. Ist das nur unglücklich formuliert?

    mfg
    Annkathrin
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  2. #12
    Patrix
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    Danke für den Hinweis, aber so weit ich informiert bin, gilt es durchaus noch als Privatverkauft, so fern man damit keinen übermäßigen Gewinn erziehlt und die Stückzahl sich im Rahmen hält. ( < 10 in etwa )
    Bisher gibt es weder Aufträge noch Nachfragen, weil die Skepsis hierzulande irgendwie abnorm hoch ist. Aber ein Gewerbeschein zur Sicherheit ist in Arbeit.

    Die Schilde; da an die Historie angelehnt, kann es ja kein Novum sein. Ich habe das nur so geschrieben, weil mich meine eigene jahre lange Suche nach eben solche Schilden nur zu dem Ergebnis geführt hat, das man sowas direkt hier zu lande nicht kaufen kann. Äussert vereinzelt fand man mit dem Aufkommen von Foren und Internet mal ein paar Anleitungen, aber das wars auch schon.

    Mein Besuch auf der RPC 2008 bestärke mich in meiner Sichtweise, und verwirrte mich zugleich. Bei namentlichen (großen) Herstellern mal nachgehakt und auf die Frage, warum man keine Schilde bei ihnen mit Holzkern kaufen könne, haben viele, bildlich gesprochen, die Hände über den Kopf gehoben sind fast weggelaufen. Zu unsicher, zu teuer, zu schwer!, in Deutschland verboten!!, und was noch alles genannt wurde. Man könnte meinen, die produzieren nur, sind aber nie selbst mal auf einem CON gewesen.

    Unglücklich formuliert, hmm das könnte ich ggf. mal überarbeiten Aber wenn ich mich mal so umschaue, u.a. hier im Forum, dann neigen viele dazu, lieber eine Regentonne zu nehmen oder noch ganz andere Sachen. Das kann aus Kostengründen sein, oder vielleicht auch aus Not heraus, weil man keine Möglichkeiten hat, Holz zu bearbeiten.
    So oder so, möchte ich dafür einstehen, dass Holz ein toller Werkstoff ist, der durchaus in einem LARP-Schild Verwendung finden kann. Und wenn ich mit der Formulierung das Interesse eines Skeptikers geweckt habe, oder vielleicht aber auch von jemandem, der das bisher noch nicht kannte, dann bin ich zufrieden

  3. #13
    Nount
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    Zitat Zitat von Patrix
    Danke für den Hinweis, aber so weit ich informiert bin, gilt es durchaus noch als Privatverkauft, so fern man damit keinen übermäßigen Gewinn erziehlt und die Stückzahl sich im Rahmen hält. ( < 10 in etwa )
    So weit ich informiert bin, ist es egal, ob du 1 Cent oder 1000 € verdienst, es ist sogar egal, ob du Gewinn oder Verlust machst, sobald du etwas herstellst, um es zu verkaufen, ist es ein Gewerbe und du brauchst einen Gewerbeschein, sonst ist es illegal und du kannst ein paar tausend Euro zahlen. Deshalb wäre ich da verdammt vorsichtig.
    Eine geringe Stückzahl gilt wohl für gebrauchte Sachen. Auch da darf man m.W. nicht unbegrenzt viel von verkaufen.

    dayvs GE-ve
    Stefanie

  4. #14
    Torald
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    Ja, Stefanie hat hier recht.
    Sobald du einer Tätigkeit mit Gewinnbestreben nachgehst zählt dies als Gewerbe.

    Ein weiterer Punkt:
    Du solltest dir auf deiner Homepage ein Impressum einrichten. Denn dies ist auch Pflicht. Könntest dir sonst ne Abmahnung einhandeln.

    Und nein, Schilde mit einem so gefertigten Holzkern sind kein Novum. Die Art wird im Reenactment schon lange genutzt. Ich selbst baue auch schon seit ca 9 Jahren solche Schilde. Nur das ich es nicht Gewerblich mache, sondern nur gegen Materialkosten für Bekannte.

    Grüße
    Stephan (Ersteller der Schildbauanleitung auf www.larpforum.com)

  5. #15
    Hana
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    Schilde mit Holzkern sind lange sehr verbreitet gewesen; inzwischen werden sie aber wieder seltener.

    Wer einen Schild bauen möchte, kommt meist als erstes auf die Idee "Holz mit Polsterung", deshalb irritierten mich die Formulierungen auf der Seite so. Kommerzielle Anbieter bauen meist Schilde aus Vollschaumstoff, soweit ich weiß - in großem Maßstab dürfte das günstiger sein, denke ich. Außerdem sind Schilde ohne Holzkern sicherer und man kann damit zuschlagen und - bei bestimmten Schildformen - auch stechen.

    Ich persönlich mag Schilde mit Holzkern lieber, weil sie massiver und schwerer sind.

    Bzgl. Gewerbe: Sobald man mit Verkaufsabsicht produziert, handelt man gewerblich. Unter einem bestimmten Umsatz hat man einige Erleichterungen, muss manche Steuern nicht zahlen etc., trotzdem muss man ein Gewerbe anmelden.

    Natürlich macht das nicht jeder; wer der Nachbarin mal für 20€ einen Schal strickt, wird natürlich nicht gleich ein Gewerbe anmelden - müsste es aber eigentlich. Sobald man aktiv wirbt, wie du auf deiner Homepage, könnte aber jemand drauf stoßen, der dann die Hand aufhält.

    Deshalb, ich wiederhole mich: Informiere dich besser nochmal genau. Wenn du DIE Ausnahmeregelung findest, von der wir alle noch nichts wussten, teile es uns mit, da gäb's einige Leute, die das freuen würde ... ich bin aber eher skeptisch

    mfg
    Annkathrin
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  6. #16
    Tavor
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    so wie ich die sache sehe, bist du ein selbstständiger gewerbetreibender . du produziert mit einer gewinnabsicht. da ist es auch egal ob du dabei gewinn machst oder nicht. insgemsamt befindest dich damit auf sehr dünnem eis.
    in diesem falle wärst du z.b. auch zum anmelden des gewerbes, führen von büchern, etc. verpflichtet.

    natürlich kann man aus den posts hier keine klare analyse ziehen, aber soweit ich das gewerbe- und steuerrecht noch im kopf habe, sollte du dringend mal das SGB IV, die GewO, das UStG und das GewStG ansehen.

    auch die aussage über die anzahl der transaktionen ist mehr als dünn. privatverkäufe sind das auf keinen fall mehr, da du planmäßig (sogar auf bestellung) produzierst und eine art shop betreibst.

    anders wäre es wenn ein kumpel zu dir kommen würde und sagen wurde "hey, du kannst doch so gut schilde bauen, mach mir doch auch einen. ich zahl dir auch das material".
    Letzte Worte: "Ach nicht schon wieder die Orks ... die kommen sicher nicht her ... ich esse erstmal fertig ..."

  7. #17
    Alex
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    Mein Besuch auf der RPC 2008 bestärke mich in meiner Sichtweise, und verwirrte mich zugleich. Bei namentlichen (großen) Herstellern mal nachgehakt und auf die Frage, warum man keine Schilde bei ihnen mit Holzkern kaufen könne, haben viele, bildlich gesprochen, die Hände über den Kopf gehoben sind fast weggelaufen. Zu unsicher, zu teuer, zu schwer!, in Deutschland verboten!!, und was noch alles genannt wurde. Man könnte meinen, die produzieren nur, sind aber nie selbst mal auf einem CON gewesen.
    Das wundert mich gar nicht. Mittlerweile ist LARP aus den Kinderschuhen heraus und die meiste haben zumindest mal gehört, dass sich ein Impuls aus Masse und Geschwindigkeit zusammensetzt. Und da man keine großen Impulse will, wird die Masse runtergesetzt. Man braucht ja auch keine Stahlstangen als Kernstäbe in Waffen, um ein höhere Waffengewicht und ein bessere "Feeling" zu bekommen.

    Und man kann auch Schilde ganz ohne stabilen Kern formstabil oder auf Wunsch auch leicht flexibel bauen. Gleiches gilt für für leichte Kerne aus Kunststoff. Ich kenne Leute, die verbauen Kevlar. Ein Schild mit Holzkern bringt eigentlich nur den Nachteil des Gewichtes mit sich. Für manche ist das kein Nachteil, weil sie eben was "in der Hand haben wollen". Ich brauch das nicht, also warum sollte ich etwas bauen/kaufen, was ein höheres Verletzungsrisiko mit sich bringt?

    Bitte nicht falsch verstehen, Schilde mit Hartkern sind nicht "gemeingefährlich" und auch keine garantierte Verletzungsquelle oder sowas. Ausreichend gepolstert (Wobei auch hier die Ansichten sehr auseinandergehen) sind sie völlig in Ordnung. Aber wie gesagt, ein höherer Impuls ist unerwünscht und das Gewicht "brauchen" nur wenige. Entsprechend nimmt das Angebot der Schilde mit Holzkern weiter ab. Der Markt folgt da einfach der Nachfrage. Oder hast Du viel Nachfrage bisher gehabt? Und es gibt tatsächlich Veranstaltungen wo Hartkernschilde verboten sind oder nur unter besonderen (Polster-)Auflagen zugelassen werden, auch wenn das (noch) wenige sind.

    Grüße,
    Alex

  8. #18
    Patrix
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    Zitat Zitat von Torald
    Und nein, Schilde mit einem so gefertigten Holzkern sind kein Novum. Die Art wird im Reenactment schon lange genutzt.
    Sag ich ja. Und schön, dass es doch noch ein paar mehr dieser Zunft gibt.

    Und ich denke, ich werde meinen Informationsstand nochmal überprüfen, wobei meine bisherigen Quellen eigentlich zuverlässig sind. Mal sehen, was sich ergibt. Danke soweit für die Tips.

    Zum Holzkern. Ich persönlich bin eher ein Fan davon, wenn meine Ausrüstung auch was hält (rein Schaumstoffsachen halten auch). Echte Jurte, echte Vollplatte, warum nicht auch ein "echtes" Schild. Aber das ist ja eines jeden eigene Entscheidung.
    Zum Gegenargument; wenn eine Volldose mit 2mm Stahl und Kettenhemd im Kampf auf mich fällt ist da auch viel Impuls hinter CONs mit Holzkernverbot sind mir bislang unbekannt, würde aber gern mal ne Orga Treffen, die so spricht.

    Die Anfragen begrenzten sich bisher nur auf meinen Bekanntenkreis und Freundesfreunde. Dort allerdings durchweg mit positiver Resonanz. Mit der stillen Hoffnung, dass es noch mehrere Leute beim LARP gibt, und mit der Möglichkeit, eben diesen ggf. zu helfen, entstand diese Homepage. Wer das nicht mag, der muss auch nicht.

  9. #19
    Alex
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    Wobei man sagen muss, dass die Platte selten am Langen Arm und am Gegner dran geführt wird :wink:. Womit dann der Impuls bei einer Platte aus der ganzen Bewegung des Körpers her kommt und da macht die Platte nicht so viel vom Gesamtgewicht des Kämpfers aus.

    CONs mit Holzkernverbot sind mir bislang unbekannt, würde aber gern mal ne Orga Treffen, die so spricht.
    Komplettverbot ist äußerst selten, habe ich in zwei Flyern gelesen, aber frag mich mal, welche Orgas das waren. Ansprüche an die Polsterung (Von bestimmten dicken gerade an den Rändern, über alle Schrauben abgepolstert bis hin zu auch Innenseite gepolstert) gibt es von etlichen Orgas, sogar Großcons. Sind aber alle sehr unterschiedlich.
    Wer zB halten das so, aber wir sind da ziemlich extrem, habe ich mir sagen lassen:

    Schilde
    Grundsätzlich sind Schilde aus Vollschaumstoff ohne Kern zu bevorzugen. Schilde mit harten Kern (Holzplatte, Metallplatte oder schwerer harter Kunststoff) müssen mindestens folgende Dicken aus Waffenschaumstoff (Plastazote oder Evazote, keine Isomatte) aufweisen:
    - mind 2 cm außen
    - mind 3 cm um die Ränder herum
    - mind 1 cm innen

    Eine Umrandung mit Rohriso mit 1cm Matte vorne drüber reicht dem nach nicht aus und wird aus dem Spiel genommen Des weiteren sind alle Schrauben mit abzupolstern. Weiche Kerne (weicher biegsamer Kunstoff oder Leder) sind von diesen Regelungen ausgenommen. Im Zweifelsfall entscheidet die eincheckende SL ob der Kern als hart oder weich angesehen wird. Scharfe Kanten unter dem Schaumstoff ist aber in jedem Fall nicht zulässig.
    Grüße,
    Alex

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