Isaak von Lornen, Ritter des heiligen Golgari

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Isaak von Lornen ist ein Weidener, durch und durch. Als Bastard von des Landvogts Reowick von Lornen wuchs er in dem kleinen Weiler Lornenhütt auf.
Dort wuchs er bis zu seinem 14 Tsatag in Unwissenheit seiner Herkunft auf, da seine Mutter, die damalíge Köchin seines Vaters, nach der Geburt das Gut Lornen auf Anordnung seines Vaters, des Landvogts verließ. Dieser legte Isaaks Mutter auf, mit ihm niemals über seine Herkunft zu sprechen.

Dies hatte wohl mehrere Gründe, denn der Landvogt war mit seinen Verwandten im Erbstreit. Seine Schwester neidete ihm die Erbschaft. Da seine Frau ihm keine Kinder gebären konnte, drängten seine Schwester, die Freifrau Lydia von Arnsbach und ihr Gemahl Ritter Darnon von Habswege darauf, daß nur ihre Tochter das weitere Erbe antreten konnte.
Isaaks Vater, Reowick jedoch hatte nicht viel für seine Schwester und ihren Gemahl übrig, sie waren arrogant, verschwenderisch und machtbesessen. Er wollte lieber sterben als ihnen die Gelegenheit zu geben über den kleinen Landstrich zu herrschen, zumal damals Gerüchte kursierten, daß sie mit Answin von Rabenmund sympatisierten.

Nunja, Answin wurde damals vertrieben und man konnte den beiden auch weiterhin nichts nachweisen, aber Isaaks Vater wußte es. Mit den Jahren wurden Lydia und Darnon immer dreister mit ihren Forderungen und drohten mit Fehde, wenn Reowick nicht einwilligen wollte, seine Nichte als Erbin anzuerkennen.
Und so geschah es denn auch, im Jahre 21 Hal marschierten ein halbes Banner Kriegsknechte sowie einige Landsknechtsöldner unter der Führung von Ritter Darnon von Habswege gegen Reowick und seine Getreuen die noch vor Ort waren. Denn als Landvogt hatte er die Hälfte seiner Soldaten entsandt um den Weidschen Heerbann zu unterstützen, der sich dem Heerzug der Orks, die durch des Svelltland gen das Mittelreich zogen, entgegenstellte.
Diese Gelegenheit hatte Reowicks Schwester und ihr Gemahl genutzt und ihre Männer in Marsch gesetzt.
So kam es denn in den frühen Morgenstunden des 10. Efferd zum Gefecht auf der Torfheide.
Die Männer von Reowick waren wohl knapp in der Unterzahl, aber als echte Weidener boten sie den Mannen von Daron die Stirn. Auf beiden Seiten kam es zu Toten. Gerade als Reowick sich anschickte durch die Reihen der Feinde zu brechen, durchschlug ein Armbrustbolzen seine Rüstung im Bereich der Lunge. Schwer verletzt, barg man den Landvogt und trieb den Feind zurück.

Als man den Landvogt in sein Herrenhaus gebracht hatte umsorgte man ihn so gut es ging, doch die Wunde war tief. So schickte er seine Boten aus, um seinen einzigen leiblichen Nachkommen holen zu lassen, Isaak, der bis dahin nichts von seiner Herkunft wußte.

So führte man Isaak direkt an das Sterbebett seine Vaters, des Landvogtes von Lornen.
Dort offenbarte ihm sein Vater seine wahre Herkunft und gebot ihm sein Erbe anzutreten. Reowick legitimierte Isaak als seinen Sohn und vererbte ihm den Titel des Landvogtes, sowie die dazugehörigen Güter.
Isaak, dessen Mutter im letzten Winter starb, weil kein Geld für heilende Medizin vorhanden war, stand vor dem ihm völlig fremden Mann und sah zu wie langsam das Leben aus ihm wich. Schmerzverzerrt ob seiner Wunden und doch mit einem hoffnungsvollen kleinen Lächeln, sagte er â??Ich verfüge, daß mein Sohn in die Knappschaft von Ritter Hornwald geht, einem alten Freund von mir. Mögest Du unter siener Anleitung lernen das Recht unter den Augen der Götter, gerecht und tapfer zu vertreten.â? Dann schlossen sich seine Augen zum letzten mal.
Das war das zweite mal, das Isaak einen Menschen sterben sah, inmitten der Ereignisse die über ihm zusammenstürtzten, jedoch empfand er keine Wut auf den Mann, der den Tod der Mutter hätte vielleicht verhindern können, wenn er sich seiner früher besonnen hätte.
Vielmehr schlichen sich Erleichterung und eine tiefe Zufriedenheit ein, nicht weil er den Mann verabscheute der nun tot vor ihm lag, das Laken vom Blute getränkt, sondern weil er zu spüren schien, wie der Wille einer höheren Macht hier waltete, ihm war als wüßte er ganz genau, daß der Bote des Totengottes hier hereinkam um die Seele eines Menschen zum letzten Gericht zu führen.
Isaak war irgendwie seltsam zumute, statt Freude oder Trauer zu empfinden, was angesichts der Situation wohl beides angebracht gewesen wäre, erkannte er, daß im Augenblick des Todes, sich jede Wahrheit auftut und keine Fragen offen lässt.
Er schlug das Boronsrad über seiner Brust, wie man es ihm schon bei der Beisetzung seiner Mutter gelehrt hatte.
Dann kam der Tag des Begräbnisses, da lag große Trauer über der kleinen Landvogtei.
Nach der Beisetzung änderte sich Isaaks Leben in vielen Dingen, er ging wie von seinem Vater verlangt, in die Knappschaft bei Ritter Antram Hornwald. Antram von Hornwald war ein Weidener Ritter vom alten Schlag, ein nach außen hin stets mürrischer, alter Brummbär. Aber als alter Freund der Familie hatte er keinen Augenblick gezögert, den Bastard Reowicks aufzunehmen.

So wurden Isaak die Tugenden eines Ritters gelehrt, und das was Nötig war um mit dieser Bürde umzugehen.
Doch der Krieg kam immer näher, die Invasion von Osten schien nicht zu stoppen, als im Jahr 28 Hal das Borbaradianische Heer auf den Valusischen Weiden aufmarschierte, war auch Ritter Antram unter den Männern des Kaiserlichen Heeres, welches nur knapp halb so groß war, wie der Zusammnschluß der Borbaradianer. Angeführt von Helme Hafax, Lutisana von Perricum, sowie das Nodmarker Heer unter Graf Uriel, schien dieses Heer nicht zu besiegen zu sein, denn der Feind führte einen sechs Gehörnten Karmot ins Feld.
Ritter Antram hatte Isaak mit zu dieseer Schlacht genommen, da er alt genug war, und jeder Mann gebraucht wurde. Zwar hatte Isaak schon zuvor in kleineren Scharmützeln gekämpft, in die sein Ritter verwickelt war, doch dies war der blanke Alptraum, das Ende der Welt, wie Isaak damals glaubte. Der Feind drang von allen Seiten auf das Heer der kaiserlichen ein und.......das Sterben begann. Isaak sah an diesem Tage viele Männer sterben, gute und böse, alte und junge. Auf diesem Schlachtfeld starb auch Herzog Waldemar von Weiden.

Die daimonische Gestalt des Karmot sah Isaak nur für einen kleinen Augenblick, als dieser Bewohner der Niederhölle mit einer einzigen Bewegung sicherlich ein halbes Dutzend Männer in den Tod schickte. Im Laufe des Kampfes wurde Isaak körperlich nur leicht verletzt, aber die Narben, die er auf der Seele trug nach diesem Tag lagen viel tiefer. Er war in den kommenden Wochen kaum fähig, irgendetwas Vernünftiges zu sagen oder zu tun. Er schlief kaum noch, und wenn, dann hatte er fürchterliche Alpträume. Bei Tage war er deswegen so müde, daß er eines Tages kaum noch die Kraft hatte, sich auf den Beinen zu halten. Ritter Antram, der die Schlacht nahezu unverletzt überstanden hatte, brachte Isaak daraufhin zum Kloster der Noioniten..................
Es brauchte gut ein Jahr bis Isaak, mit der Gnade Borons, vergessen konnte und die Schwestern seinen Verstand soweit behandelt hatten, daß er wieder bei vollem Bewußtsein ein eigenes Leben führen konnte.
Er ging zu seinem Ritter zurück, beendete seine Ausbildung und erhielt selbst den Ritterschlag.
Da das Wirken Borons Isaak seit der Zeit, als sein Vater, der Landvogt von Lornen, starb bis zum Tage als er wieder ruhig und seelig im Kloster der Noioniten schlafen konnte, geleitete, wußte er, daß er dem Unergrüdlichen nicht nur seinen Tot schuldete, sondern auch seine Kraft auf Dere.
Zwei Monate später bat er um die Aufnahme im Orden des Heiligen Golgari, im Ordenhaus â??Schweigende Wachtâ? von Waldfang.
Die Einkünfte aus seinem Gut lässt er seither beinahe gänzlich in den Orden fliessen.

Vor einigen Wochen trug es sich zu, daß seine Tante Lydia von Arnsbach und ihr Gemahl Ritter Darnon von Habswege wieder nach dem Lnade greifen wollten. So ersuchte Isaak im Orden darum, zeitweilig nach Hause kehren zu dürfen, um die Angelegenheiten zu regeln. Man brachte natürlich Verständniss dafür auf, jedoch legte man ihm nahe, dies auf diplomatischem Wege Hand zu haben, da der Orden derzeit geschwächt wäre, und man weitere politische Querelen vermeiden wollte.
Da Isaak diese Angelegenheit ein für allemal erledigt wissen wollte, kehrte er zurück und suchte die beiden Neider auf, denn das Lehen war nun rechtmäßig sein und sollte es auch bleiben. . Es wurde nicht lange verhandelt und so kam es daß Isaak den Ritter erschlug.
Diese Mißachtung des Anliegens von Ordensseite wurde gestraft, indem man ihn in eine andere Schwinge versetzte, die deutlich weiter von Zuhause entfernt war. So wurde er unter das Kommando des jungen Schwingenführers Rahjan von Sichelstieg gestellt....