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  1. #21
    Gerwin
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    Hausregeln empfinde ich übrigens als furchtbares Übel. Bei Pen and Paperregelwerken sitzen für gewöhnlich (anders als bei Larpregelwerken) Leute in der Erstellung die wirklich Ahnung haben. Und sich wirklich was beim Balancing und ähnlichen Dingen denken. Hausregeln dienen im Regelfall in meinen Augen dazu einzelne Charaktere *oder die ganze Gruppe* tiefer zu legen...und damit zu einen heldenhaften Abschlachten alla 300 zu führen. Langweilig!!!!1111elf

  2. #22
    Dennis
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    Das ist aber wieder eine sehr negative Sicht der Dinge

    Wobei das ja durchaus nicht ganz falsch ist. Hausregeln dienen dazu, ein Spiel den Vorlieben der Gruppe anzupassen. Warum auch nicht, man muss sich nur eben bewusst machen, was und warum genau das man hausregelt.
    Faktisch ist jedwede Abkehr von RAW (rules as written) schon Hausregel. Wenn ich also den Waffenvergleichswert in DSA nicht beachte. Oder einen Patzer bestätigen lasse.
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  3. #23
    Chevalier
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    Im DSA Regelwerk wird EXPLIZIT darauf hingewiesen, dass Hausregeln erwünscht sind, wenn es den Spielspaß fördert und KEIN Regelwerk für die Spielweise der jeweiligen Spieler perfekt sein kann.
    ...
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  4. #24
    Gerwin
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    Dass wird es in den meisten mir bekannten Regelwerken. Sagen wir so:

    Hausregeln sind in meinen Augen an zwei Punkten förderlich:

    1. Ich habe die Grundregeln gelesen und verstanden.

    Hier scheitert es schon meistens. Viele Probleme die bei Rollenspielrunden über Hausregeln gelösst werden könn(t)en über die Grundregeln völlig unproblematisch umgangen werden. Hat der Meister die Grundregeln, gelesen, verstanden, es probiert und ist immer noch nicht zufrieden...kann man von mir aus gerne Hausregeln einführen.

    2. Die Regeln gelten für ALLE Charaktere inklusive der NSC.

    Ich habe keine Schwierigkeit damit bei Spielen nach einen Regelwerk welches keine Schwarzpulverwaffen vorsieht Schwarzpulverwaffen einzuführen (wenn die Spieler dass denn so wollen). Jedoch müssen die Spieler dann auch mit Kanonenbeschuss rechnen...oder einen Musketierhaufen der sie durchaus in Probleme bringen kann. Die Charaktere haben plötzlich Zugang zur nicht vorgesehenen Resource X, die (weitaus mehr) NSCs aber nicht empfinde ich als Spruch der Spiellogik und somit dumm.

    Natürlich kann man auch mal eine sehr epische Kampange spielen in der 5 SC eine ganze Orkarmee niederschnetzeln. Kann sicher auch Spaß machen. Ich habe nur persönlich die Erfahrung gemacht dass viele Spieler WENN sie denn mal gezwungen sind völlig nach Regeln zu spielen auch mit dem Spiel zufrieden sind.

  5. #25
    Dennis
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    OK, das war jetzt für mich Grundvoraussetzung für Hausregel. Also dass sie für alle gilt usw.

    Wobei ich mir auch die Hausregel vorstellen kann "Die SC sind die härtesten Säue wo gibt. Kein SC stirbt ohne Zustimmung des jeweiligen Spielers."
    Will sagen: Solang es allen Spielern (inkl. SL) Spaß macht, ist jede Hausregel möglich.
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  6. #26
    Gerwin
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    Zugegeben...ich sehe das alles ein wenig kritischer.

    Grund hierfür ist dass es in meinen Augen dumme Hausregeln gibt die sich aber scheinbar fortpflanzen. Ob dies durch eine übergeordnete Instanz wie das Larpwiki kommt..oder einfach aus fehlender Spielerfahrung des Meisters kann ich nicht sagen. Ein gutes Beispiel hierfür war das lange Zeit in mehreren Gruppen meiner Umgebung geltende Verbot "Keine Halborks als Spielercharaktere im Dungeons and Dragons." 'Mit Sicherheit gibt es für ein derartiges Verbot unter besonderen Umständen gute Gründe. Mit Sicherheit kann es Spaß machen rein menschliche Gruppen zu spielen. Oder rein elfische. Oder ein Abenteuer unter Zwergen (stell ich mir lustig vor). Aber darum ging es den entsprechenden Meistern nicht. Es ging lediglich darum Halborks auszuschließen. Für mich persönlich ist nun aber wenn ich mich als Spieler entscheide Dungeons and Dragons zu spielen gerade wichtig dass ich auch einen Halbork spielen kann. Dass ist einer der Punkte der dieses System von anderen Systemen wesentlich unterscheidet. Und es gibt keinen guten Grund sie aus einer (generischen) Fantasygruppe auszuschließen. Halborks sind weder generell dumm, generell nervig noch in irgendeiner Weise tiefer gelegt (wobei die Halbork-Barbarenkombination ziemlich böse Auswüche annehmen kann.)

    Vor den gleichen Problem stehen manchmal Schelmspieler im DSA. Irgendwie scheint das Gerücht aufgekommen zu sein dass wären reine Nervcharaktere. Und irgendwie hält sich dieses Gerücht hartnäckig. Anstelle nun auf einen nervenden Schelm IP zu reagieren werden sie oft durch Hausregeln einfach ausgeschlossen. Das finde ich (zumindest wenn es großflächig passiert) schade.

    Derartige Auswüchse haben mich schon auf Con ab und zu geärgert (Nein...ein Halbork ist nienicht darstellbar..ausserdem ist alles was im Namen auch nur ein O trägt generell NSC ). Da es beim Larpen aber eben gerade kein in sich schlüssiges System an Spielerrassen gibt halte ich so etwas im Larp für eher tragbar.

    Ausserdem sind Hausregeln in den meisten Fällen gar nicht nötig. Nur als Beispiel:

    "Die SC sind die härtesten Säue wo gibt. Kein SC stirbt ohne Zustimmung des jeweiligen Spielers."
    Ich brauche keine Hausregeln für diese Situation. ICh lasse die Helden einfach auf Level 20 einsteigen (im Dungeons and Dragons soweit ich weiß sogar ausdrücklich vorgesehen..es gibt keine Regel die besagt dass Helden auf Level 1 einsteigen müssen). Ein Level 20 Held nach Dungeons and Dragons räumt (in der richtigen Heldengruppe) schon mit einer kleinen Armee auf. Wenn die Spieler und der Meister das wollen kann ich so ganz bequem spielen wie sich die Heldengruppe durch eine Armee aus Standarduntoten schlachtet und am Ende den Obermotz umhaut. Kämpfe gegen Riesen usw. sind kein Thema mehr. Wie hoch ich das Powerlevel der Spielercharaktere zu Beginn setze ist letzten Endes wirklich die Entscheidung des Meisters...und des gewünschten Spielstills. Manch einer kämpft eben lieber gegen Drachen und Riesen (und haut sie um)..andere kämpfen sich lieber durch ein Labyrinth mit Kobolden.

    Wenn meine Hausregeln aber zu weit vom eigentlichen Spielstill des Regelwerks abweichen sollte ich (zumindest in einer Gruppe die nicht aus den immer gleichen 5 Freunden besteht) einfach das Regelwerk wechseln. Zum Beispiel erzeugt Dungeons and Dragons schon nach Grundregeln viel epischere Helden als das Midgardrollenspiel. Habe ich also keine Lust auf Helden die bei kleineren Bedrohungen wie Wölfen oder der generischen Räuberbande sagen: "Ähhh 5 Pfeile? Mir egal..steck ich locker weg" bin ich vielleicht im Dungeons and Dragonsregelwerk falsch.

    edit:

    Natürlich kann es auch sinnvolle Hausregeln geben. Diese wirken sich in meinen Augen aber weniger auf die Charaktererschaffung oder das Powerniveau aus. Ich kenne zum Beispiel kaum eine Dungeons and Dragonsgruppe die mit den etwas schwierigen Regeln für Geländekampf spielt. Der Grund dafür ist klar. Man verliert zu leicht die Übersicht (ausser das Gelände würde wie bei einen Tabletop dargestellt).

  7. #27
    Dennis
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    Ach, wir sind gar nicht so weit voneinander entfernt. Spiele ich DnD, erlaube ich auch die vorgegebenen (Grund)rassen. Da mir das gelegentlich zu bunt wird, spiele ich eben Dungeonslayers. Und wenn ich mal was ganz anderes machen will, nimm ich eben PDQ, FATE oder sonstwas.

    Theme unnötige Hausregeln:
    Nötig ist, was die Spielrunde als nötig erachtet. Ich gehe aber auch davon aus, dass Hausregeln in Runden mit einer Stammspielerschaft aufkommen und nicht in einem Umfeld mit vielen wechselnden Spielern.
    Aber selbst dann. Wenn der SL im RPG Club eine Runde anbietet und dabei Hausregeln vorgibt, ist das doch völlig ok. Nur eben - wie auch schon so oft für Larp gefordert - klare Kommunikation der Änderungen im Vorfeld.

    Ein Beispiel von uns: System ist CP2020. Wenn eine Angriffsprobe erfolgreich ist, ist die Ausweichen Probe um die Punkte erschwert, die über den Angriffswert der Angriffsprobe hinausgehen. Also Angreifenprobe auf 13, Spieler würfelt 16. Ausweichen um 3 erschwert.
    Das ist so nicht im System vorgesehen, aber wir wollten abbilden, dass man eben nicht jedem Schlag gleich gut ausweichen kann. Und so wie wir das wollten hätte das System das nicht hergegeben. Da das aber nur eine Kleinigkeit war und wir insgesamt zufrieden waren, kam ein Systemwechsel nicht in Betracht.

    Gruß
    Dennis
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  8. #28
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    Ich sehe das mit den Hausregeln etwas anders. Ein Regelsystem bietet meist eine ganze Bandbreite von Spielstilen, die nicht immer untereinander kompatibel sind. Wenn man jetzt vorhat, eine ganz bestimmte Richtung einzuschlagen, können durchaus bestimmte Ergänzungen zu den offiziellen Regeln eine gute Sache sein. So hatten wir z.B. bei unserer Cop-Kampagne für Shadowrun nicht nur die Anforderung, dass alle Charaktere Lone-Star-Angestellte sein müssen, sondern auch Pflichtpunkte bei der Charaktererstellung, wie z.B. Mindestwerte für bestimmte Attribute oder Pflichtauswahlen bei den Fertigkeiten.

    Als anderes Beispiel spielen wir in den DSA-Gruppen, in denen ich bisher war, immer ohne Torsionswaffen (das sind hochentwickelte horasische Fernkampfwaffen, quasi "Feuerwaffen ohne Schwarzpulver"), weil wir übereingekommen sind, dass solche Konstrukte sowohl physikalisch unplausibel als auch für die Hintergrundwelt vollkommen überflüssig sind.

    Ebenso kenne ich es von Tabletopspielen, dass man für ein Spiel oder eine Kampagne Hausregeln festlegt, und bei Turnieren gibt es fast immer den Versuch, aktuelle Probleme in den sichh stetig entwickelnden Regelwerken durch zusätzliche Beschränkungen zu "hotfixen", was häufig auch sinnvoll ist, wenn gerade mal wieder ein gravierendes Ungleichgewicht einzelner Listen besteht.

    Auf der anderen Seite stimme ich Gerwin aber auch zu, dass es häufig auch sinnvoll ist, das Regelwerk einfach stehenzulassen wie es ist, da gerade bei den großen, etablierten Systemen (im Gegensatz zu vielen Larpregelwerken) die Chance groß ist, dass sich die Entwickler bei jeder seltsam anmutenden Regel tatsächlich etwas gedacht haben. Gerade in den Anfangstagen unserer Spielrunden waren wir da teilweise sehr schnell mit irgendwelchen vermeintlich coolen Hausregeln bei der Hand, die letztendlich ein ziemlicher Schuss in den Ofen waren.

    Letztendlich halte ich aber jede Hausregel für ok, wenn sie einvernehmlich festgelegt und sachlich begründbar ist.

  9. #29
    Dennis
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    Das ist doch das gleiche? Wo ist das zu dem vorher Gesagten anders?

    Klar können unter bestimmten Voraussetzungen Regelergänzungen sinnvoll sein. Wenn die Spielrune das für sinnvoll erachtet eben
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  10. #30
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    Achso, mit "anders" meinte ich "anders als Gerwin". ;-)

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