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  1. #1
    Jocke
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    DSA Die bessere Rollenspielwelt

    Beim Amerikaner hat sich sehr früh aus den Wargames und Tabletops heraus AD&D entwickelt und war recht Fantasy lastig aber auch schwer Phantasie arm.

    In Deutschland hatten wir das Glück mit "Das Schwarze Auge" eine sehr schöne, Phantastische Welt vorgesetzt zu bekommen.

    Am Anfang meiner Rollenspiel Karriere (Damals noch mit Rollenspielbüchern von Steven Jackson und Ian Livingston oder auch "Der Einsame Wolf" Bänden) habe ich natürlich DSA entdeckt und mich Anfangs noch recht Plumb in dieser Welt verhalten, erst natürlich viel Solo Abenteuer gespielt, später dann auch einige Gruppenabenteuer mit Verwanten und Freunden versucht. Da wir das ganze Prinzip anfangs nicht gerafft haben, haben wir uns wieder an Brettspielen und PC Spielen ausgetobt.
    Nach meinem Umzug vom kleinen verschlafenen Dorf ins Münsterland hab ich dann Leute gefunden, die DSA verstanden haben und "Regelmäsig" gespielt haben.
    Klar haben wir Nächte in DSA verbracht, bis dann einer mit D&D um die ecke kam. Natürlich war D&D dann Plötzlich "Viiiiel Besser" als DSA, kam es doch aus Amerika. So gab es eine Lange DSA Pause und sogar eher ein verächtliches herabblicken auf DSA...
    Bis ich es dann nach langer Abstinenz wieder entdeckt habe, und ich muss sagen, DSA und Aventurien ist das best ausgereifteste Rollenspiel und Hintergrundland das ich kenne.

    Ich will einfach mal von euch so hören, was ihr an DSA mögt oder aber auch nicht mögt.

    MfG
    der Jocke

  2. #2
    Dennis
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    Du willst mich mit dem Titel doch nur ärgern

    Naja, DSA.
    Erstmal hat es den Vorteil, mein erster Kontakt mit Rollenspiel zu sein und bekommt eben den Nostalgie Bonus.

    Mittlerweile stören mich aber viel zu viele Dinge, als dass ich auf (dem aktuellen) Aventurien noch spielen wollen würde. Zum Einen die dichte Beschreibung von Aventurien. Ist mir zu viel. Vor allem dabei aber die Übervölkerung mit mMn nicht passenden Konzepten. Die Thorwaler und das Horasiat sind da so ein Technologie Level Beispiel, das mich nervt. Und eben die Entwicklungen seit Borbarad und den schwarzen Landen. Die haben Aventurien in meinen Augen massiv entwertet.
    Die Regeln der dritten Edition haben mich nie beim Spielen nie gestört, die der vierten Ed. allerdings - in voller Ausführung - schon. Wir haben es vor einiger Zeit nochmal mit der Ed.3 probiert, aber das war es auch nicht. Komische Steigerungssysteme (noch mehr in der 4), 3W20, AT-PA, Waffenvergleichswert und solche Sachen.

    Was ich allerdings tatsächlich für genial halte, ist diese "Räuber Hotzenplotz und Karl May gegen die Kinder von Bullerbü" Weltbeschreibung mit märchenhaften Elementen, Hexenbesen und generell teilweise fast schon folkloristischer anstatt fantastischer Elemente. Das ist es nämlich, was ich an "american fantasy" meist so doof finde: Höher, weiter, schneller, alles geht. DSA war einmal das genaue Gegenteil mit simplen, ikonischen Charakterhintergründen und Rassen in einer märchenhaften Fantasywelt. Und das verdammt traurige ist, dass Aventurien diesen Weg verlassen hat.

    Gruß
    Dennis
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  3. #3
    Awatron
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    Na ja, DSA hat eine nette, nostalgische Welt. Aber die 4. Edition ist regeltechnisch Murks. Aber sie haben gute Ansätze. Und Aventurien ist so lächerlich klein und übervölkert Aber ich spiele da immer noch gerne. Auch wenn ich zZ auf Myranor unterwegs bin.
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  4. #4
    Tala_Pran
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    ich mag Aventurien, ich mag gut ausgearbeitete Welten.

    Allerding nehmen wir die Regeln am Tisch nicht so ganz wörtlich und lassen dem Spielspass vorrang. Unser Meister erfindet seine Abenteuer selbst. Die vorgefertigten Abenteuer betrachte ich mehr als Einschlaflektüre, denn als Spielanleitung. Oftmals sind mir die regelvorgaben an Belastbarkeit oder Kräftewirkung zu unlogisch. DAnn werde ich von der Runde meiste mit "in Aventuren schon" gebremst, bevor wir uns zu sehr in Diskussionen verstricken.
    Gerade die Orientierung am Mittelalter gefällt mir sehr gut und ich bin froh, dass die Technologie nicht einzug gehalten hat.

    Ich habe angefangen, die Romane zu lesen und bin schon sehr gespannt auf den Film. In einer anderen Runde mit einem anderen Meister gefiele mir DSA vielleicht nicht so gut.

  5. #5
    Gerwin
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    Ich mag DSA auch. DSA ist halt....regelintensiver als mein Favorit Midgard. Ich mag es in DSA-Romanen oder "Fanfics" zu versinken...aber ich finde dass man auch am Dungeons and Dragons was gutes lassen sollte. Am Ende ist es doch die Mutter aller Rollenspiele.

    Aber..ich werde später mal einen Dungeons and Dragonsfanthread eröffnen. Und das beste Rollenspiel ist sowieso Midgard .

  6. #6
    Dennis
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    Dieser Thread hat Sprengpotential Jetzt werden schon die ersten D&D/DSA Fronten aufgefahren.

    Vor einigen Tagen wurde Norbert Matauschs "Abenteuer!" im Internet veröffentlicht. Ich bin nur zum Überfliegen gekommen und kann noch nicht allzu viel dazu sagen. Aber scheinbar ist es eine sehr (nicht nur) von DSA1 inspirierte Regelumsetzung für regelleichtes Spiel. Man merkt es u.a. noch am Vokabular.
    Wie gesagt, allzu viel habe ich noch nicht lesen können, aber es sieht vielversprechend aus. Damit auf Aventurien, das könnte mir dann tatsächlich wieder gefallen.

    http://der-eisenhofer.de/2011/abenteuer


    Gruß
    Dennis

    PS: Analog zu Kelmons Abenteuern natürlich vor dem Orkensturm
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  7. #7
    Cartefius
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    Aber die 4. Edition ist regeltechnisch Murks.
    Das sagen viele, und ich kanndas immer schlecht einschätzen, weil ich nie so richtig tief in der dritten Edition drin war, irgendwie erschienen mir die Regeln aber immer sehr ähnlich. Was hat sich denn da wichtiges verändert?

  8. #8
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    Ich kann das auch nicht so genau sagen, weil ich von der 4. nur die erste Basisbox und ich glaube das Magiewerk hatte.
    Erstmal ist es eben durch die Unterscheidung von Rasse/Kultur/Profession umfangreicher geworden im Gegensatz zur 1. - 3. Edition, die da keine Unterschiede machte, sondern fertige Grundcharaktere bot.
    Was mir sehr auf die Nerven ging war das Erfahrungssystem mit der Steigerung über verschiedene Tabellenspalten, die Sonderfertigkeiten im Kampf und das Wundsystem. Aber das ist schon einige Zeit her, ich bin in dem Spiel nicht mehr weit genug drin, um aktuell mitreden zu können.
    Und DSA3 hatte ja auch die endlos bekloppten Steigerungswürfe. So viel besser war es auch nicht. Aber ein bisschen schon
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  9. #9
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    *ausbuddel*

    Ich hab gestern die Basisregeln II der dritten Edition wiederbekommen, die sind beim Umzug meiner Schwester irgendwie aufgetaucht. Dazu dann noch den Magieband und Mit Blitzenden Klingen aus der 4. Edition. Beim Durchblättern ist mir erstmal aufgefallen, wie krass unterschiedlich Aventurien in den jeweiligen Editionen ist. Das fängt ganz simpel bei den Covern von Ugurcan Yüce an, aber auch die meisten anderen Bilder in den Bänden zeigen ein ganz anderes Bild als das neue DSAventurien. Da gibt es mal wirklich kleine Zwerge mit großen Köpfen, Krieger mit Hörnerhelmen, alte Runzelmagier und natürlich ganz wichtig: Den flügelbehelmten Thorwaler mit Streifenhose, Schild, Schwert und wenig Bekleidung am Oberkörper. Schaue ich mir dagegen das Cover oder ein paar Artworks in MBK an: Ein Schwertgeselle mit 3-Musketier-Eroll-Flynn-Lächeln. Ein horasischer Fähnrich mit Morion und andere, irgendwie "sauberere" Charaktere.
    Als jemand, der eben lange aus DSA raus ist: Ist die Beobachtung richtig? War Aventurien tatsächlich mal dunkler, brutaler, "hyborischer"? Ich stelle fest, dass ich mich an diese Variante nämlich auch aus der aktiven DSA 3 Zeit eigentlich nicht erinnern kann.
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  10. #10
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    Als jemand, der eben lange aus DSA raus ist: Ist die Beobachtung richtig? War Aventurien tatsächlich mal dunkler, brutaler, "hyborischer"? Ich stelle fest, dass ich mich an diese Variante nämlich auch aus der aktiven DSA 3 Zeit eigentlich nicht erinnern kann.
    Den Eindruck habe ich eher nicht, ich würde eher sagen, DSA ist etwas realistischer geworden. Für mich verläuft übrigens ein recht starker Bruch zwischen erster und zweiter Edition auf der einen und der dritten und vierten Edition auf der anderen Seite, deswegen vergleiche ich jetzt in erster Linie mal diese beiden Gruppen, zwischen 3 und 4 fand ich die stilistischen Unterschiede nicht sehr groß, was aber vielleicht auch daran liegt, dass die dritte sehr lange existiert hat und ich von ihr nur die späteren Publikationen mitbekommen habe, weil ich zwischen dem Anfang der 2 und dem Ende der dritten eine lange Pause gemacht habe.

    Viele der alten Figuren in der zweiten Edition waren stark stilisiert, gerade was die Cover angeht: Leichtbekleidete Frauen mit langem Wallehaar, muskelbepackte Hünen im Lendenschurz, Drachen und Oger, die eher märchenhaft als düster und furchteinflößen wirkten. Hier hat man meiner Meinung nach häufig Einflüsse von Sandalen- und Ritterfilmen aus dieser Zeit gesehen, von Comics wie "Prinz Eisenherz" (alleine was Flügelhelme und Schnurrbärte angeht). Conan wird da sicherlich auch seine Rolle gespielt haben, aber gerade das düstere, brutale der Welten von Robert E. Howard wurde meiner Ansicht nach bei DSA eher ausgeklammert.

    Auch inhaltlich hatte DSA damals noch einen simpleren Charakter mit viel Schwarzweißzeichnerei: Die Charaktere waren nicht "Charaktere", sondern "Helden", in Regelbeispielen wurde von "Schurken" gesprochen, und die wenigen vorgefertigten Charaktere kamen gleich mit Rollenspielanweisungen, wie z.B. ein Krieger sich zu verhalten hat: Geradlinig, ehrlich und gutherzig!
    In den neueren Editionen hingegen sehe ich da schon mehr Freiheit bei der Charaktergestaltung, sehr gute Möglichkeiten abseits von "Strahlemännern" hin zu vielschichtigeren und moralisch geforderten Charakteren, und auch mit Möglichkeiten jenseits der epischen Plots und großen Helden, auch wenn diese natürlich immer noch bespielt werden können. Auch sehe ich mehr Augenmerk auf Dinge wie Techniklevel, Mode und stilistischer Stimmigkeit, was vermutlich zu großen Teilen auch an dem Einfluss neuer Zeichner liegt. Auch wenn ich Yüce und Cayad durchaus schätze und viele schöne Aspekte und einen sehr klaren und bereichernden Stil in ihren Zeichnungen sehe, so würde ich sagen, dass ein herausragendes und gleichzeitig stimmiges Kostüm- und Kreaturendesign bei beiden nicht zu den starken Disziplinen gehörten.

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