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    Dennis
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    RPG: Welche Settings, welche Regeln?

    Der Gerwin hat mit seinem D&D Thread offensichtlich nur gebluffed, also übernehme ich das mal in einer konsensfähigeren Formulierung

    1. Welche Settings sind es wert, bespielt zu werden und warum?
    2. Welche Regeln sind es wert, bespielt zu werden und warum?


    Settings:
    Iron Kingdoms Fantasy mit Steamtech. Das Setting begann mit der Witchfire Abenteuertrilogie und wurde dann ausgebaut. Die Welt ist detailliert und liefert mit dem Kampagnenband genug Stoff für lange Abenteurerleben. In den Kingdoms hat lange die industrielle Revolution Einzug gehalten, die Städte sind groß, voller Kaminschlote und Ruß. Das Bündnis, dass die einzelnen Reiche zusammen hielt, wird brüchig und alles steuert auf eine Auseinandersetzung zu, die vom Look&Feel an den ersten Weltkrieg erinnert: Dreckig, Grabenkrieg, Ressourcenkampf. Es ist toll Und die Witchfire Trilogie macht Spaß zu spielen, wir sind gerade dabei.

    Cyberpunk 2020: Generischer Cyberpunk. Aber eben Cyberpunk, nicht mighty mighty Shadowrangers. Über die Regeln kann man streiten, das Setting glänzt mit 80er Charme und Chrom.

    Fading Suns: Wieder was für die Liebhaber detaillierter Welten. Space Opera mit mittelalterlicher Ständegesellschaft, einer Kirche, die Technik für das "Sterben"/Verlöschen des Sonnen verantwortlich macht, aber auch nicht ohne sie kann. Kulte, Adelsintrige, Spaceploration. Das Spiel ist eine Fundgrube, wenn man sich beschäftigen will. Man muss aber Arbeit reinstecken. Es sind diverse Genres möglich, es gibt für viele Spielarten die passende Ecke im Universum. Von Coruscant-artigen Welten bis hin zu kleinen Planeten am Rande des Universums, wo de facto mittelalterliche Technik vorherrscht und nur die Kathedrale der Kirche und der Raumhafen an das Imperium der Menschen erinnern.

    Regeln:

    Dungeonslayers. Selbst betitelt als ein "altmodisches" Rollenspiel finden sich hier eingängige Regeln für klassische Fantasy mit Elfen/Zwergen/Menschen. Das Spiel kann mehr als nur Dungeoneering, auch wenn der Titel etwas anderes vermuten lässt. Es gibt zunächst nur drei Grundklassen, die im weiteren Spielverlauf spezifiziert werden, sowie ein paar Basisfertigkeiten. Darüber hinaus ein Talentsystem und das war es mehr oder weniger. Die Regeln sind kostenlos verfügbar, aber auch beim Uhrwerk Verlag erschienen.

    Labyrinth Lord: Stellvertretend für alle Spiele der Oldschool Bewegung. Es kann erhellend sein, das mal zu spielen. Die Regeln sind natürlich nicht innovativ, setzen aber gerade in Fankreisen enormes kreatives Potential frei. Und es ist tatsächlich ein anderes Spielgefühl und Erfolgserlebnis, wenn der Magier mit 1w4 Trefferpunkten mal eine Stufe überlebt

    Western City: Gemeinschaftliches Erzählspiel mit einem Biet-Mechanismus, um Fakten in der Welt zu schaffen. Das Setting und die NSC werden gemeinsam festgelegt, die SL Rolle wechselt mit jeder Szene. Ganz anders als die beiden vorherigen Spiele, aber toll, wenn man auf Story steht. Charakterdarsteller werden wohl nicht glücklich durch die hohen Meta Anteile und den wechselnden Rollen, die die Spieler verkörpern.

    Dungeons and Dragons 4: An dem Ding scheiden sich alle Geister, aber man kann nicht leugnen, dass dieses Spiel genau das macht, was es soll. Coole Powers, bunte Charaktere, Arschtreten. Und das macht es gut und eingänglich. Hier nur eine eingeschränkte Empfehlung, wenn man an solchen Dingen Spaß hat. Es ist imo einfacher als DnD3.X, viele Altfans fassen die Edition aber mit der Kneifzange nicht an, weil sie sich in ihren Augen zu weit vom "echten" DnD entfernt. Aber das wurde ja zu jeder Edition gesagt
    http://goblinbau.wordpress.com
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  2. #2
    Gerwin
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    Der Gerwin hat mit seinem D&D Thread offensichtlich nur gebluffed, also übernehme ich das mal in einer konsensfähigeren Formulierung
    Nope habe ich nicht. Ich lasse meine Version nur gerade von drei abhängigen Personen gegenchecken damit es nicht gleich Klagen und Tränen alla "Du machst mir mein DSA kapput" gibt.

    Regeln

    Midgard

    Einfach ohne Zweifel zur Zeit das beste Rollenspiel für Leute die nur spielen wollen auf den deutschen Markt. Günstig in der Anschaffung, flexibel in den Spielwelten, keine übertriebenen Trefferwürfel (wenn man Pech hat wir selbst der große Held noch vom Wolf gefressen..wenn auch unwahrscheinlich) keine Auswüchse wie Tierwesen, Vampire, Dämonen usw. als NSC und nur 4 Hauptregelwerke mit denen man aber auch wirklich alle Regeln abgedeckt hat. Das System kommt weitgehend ohne Musketen, Pistolen und ähnliches was meiner Meinung nach nichts in einen klassischen Fantasyrollenspiel zu suchen hat aus, verfügt über ein ausgefeiltes Magiesystem (welches in der mir vorliegenden alten Auflage immerhin 300 Seiten stark ist) und sorgt dennoch für einen gesunden Ausgleich von Kampf und Magie. Die Kampfregeln sind verständlich genug um sie ohne einen Master in Physik zu verstehen und schwierig genug um auch erfahrenen Rollenspielern einen Ansatz zu geben.

    Es gibt "Quellenbände" die weitergehende Informationen über verschiedene Teile Midgards enthalten. Ob man diese braucht (oder nicht) ist natürlich Geschmacksfrage. Fakt ist aber dass man (bedingt durch ein Nischendasein dieses Rollenspieles) die Quellenbände deutlich günstiger im Ausverkauf bekommen kann als bei anderen Rollenspielen (so um die 2-3 Euro..nein hier fehlt keine 0)

    Kurz: Eigentlich DASS Rollenspielsystem für alle die 1. ein wenig Phantasie mitbringen 2. ein halbwegs in sich schlüssiges System wünschen und 3. Schwarzpulverwaffen im Fantasybereich irgendwie doof finden.

    Ansonsten

    Dungeons and Dragons

    Eben Mutter, Vater und Tochter aller größeren Rollenspiele in Personalunion. Spielbar ist eigentlich jede Version. Schöne Settings sind vor allen Frostburn und Kallamar (gerade letzteres ist herrlich brutal..und endlich kann man Hobgoblins spielen).

    edit: zu den günstigen Preisen siehe zum Beispiel

    Hier

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