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  1. #1
    Gerwin
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    Forenrpg, ein Versuch

    Ausgegliedert aus dem von oliver erstellten Thread will ich mal den Versuch eines Forenrpgs wagen, bei dem generell jeder mitmachen kann. Das ganze soll erst einmal eine Probephase sein, sozusagen Forenrpg Light. Ein spezieller Charakterbogen (wird am Ende wohl DSA werden) ist für den Anfang ebenso wenig erforderlich wie großartige Pen and Papererfahrung. Was jedoch zu wünschen wäre ist eine Beschränkung auf relativ einfache (niedrigstufige) und bodenständige Charaktere. Zumindest zunächst. Kleiner Hinweis am Rande: Wenn jeder die Schankmagd spielt kommt kein Spiel zu Stande. Diskussionen, Vorschläge und Kritik dann bitte direkt an mich oder in den (parallel eröffneten) Nörgelthread, damit das hier relativ rein bleibt)

    Die Sonne steht heute noch lange hoch am Himmel und wird jedem Wanderer durch die Graslandschaft, der dumm genug war nicht genügend Trinkvoräte mit sich zu führen, zu schaffen machen. Selbst in den Abendstunden scheint die Hitze kaum weniger zu werden, eine Qual für Menschen und Tiere zugleich. Ein Mensch der dennoch Geschäfte zu erledigen hat nutzt wohl die Handelsstraße, welche von Ochsenkarren und schnellen Reitern zugleich in Anspruch genommen wird und von berittenen Soldaten geschützt wird. An dieser Handelsstraße liegt auch Zweibrück, ein vergleichsweise großer Marktflecken, zumindest für die grasländische Region. Hier gibt es einen kühlen Fluß, mehrere Höfe, einen Marktplatz, eine kleine Innensiedlung mit engen Gassen und vor allem den goldenen Eber. Letzterer ist bis in einiger Entfernung unter Abenteurern bekannt und beliebt, so dass sich hier rechtschaffende Glücksritter aber auch lichtscheues Gesindel treffen und auf neue Aufträge warten. Ein golden angemalter Eberkopf mit mächtigen Hauern hängt über der Tür des Gasthofs, er war wohl einst namensgebend. Doch die goldene Farbe ist etwas abgeplättert in den letzten Jahren. Wer die Taverne betritt, dem schlägt jetzt in den frühen Abendstunden erst einmal ein Schwal stehender Luft und Rauch aus der Küche entgegen. Ein paar Gardisten in blau-weißen Wappenröcken würfeln in der Ecke, eine Gruppe blonder Hünen mit wilden Bildern auf ihrer Haut schaut den Darbietungen einer tanzenden Zigeunerin zu, der bullige Wirt steht hinter der Theke. Der Wirt selbst dürfte inzwischen auch seine 40 Jahre überschritten haben und trägt eine zerfranste Augenklappe über dem linken Auge, ausserdem fehlen ihm einige Zähne, dennoch wirkt er aufmerksam wenn sich ein neuer Gast nähert.

  2. #2
    Harald Ösgard
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    Was nicht viele der Einheimischen wissen, so klein und fast schon unscheinbar die Taverne von Zweibrück auch sein mag, so ausgedeht und labyrinthartig ist ihr Keller.
    Also der eigentliche Lager- und Weinkeller des goldenen Ebers ist in keinster Weise auffälliger als der Keller jeder anderen Taverne weit und breit.
    Allerdings ist Arnuf, der "Lagerarbeiter" der Tarverne eines Tages durch Zufall darauf gestoßen, das unter Zweibrück die Ruinen einer längst vergessenen Zeit ruhen.
    Damals hatte sich ein verletztes Tier in die Katakomben zurückgezogen und seine Todesgesang hatte Arnuf gehört. Heimlich, ohne den Wirt zu beunruhigen grub er sich durch harten Lehm und Geröll... jetzt wird der Zugang von einem Eichenschrank verdeckt.

    Seit dem erforscht Arnuf von Zeit zu Zeit die vergessene Welt unter Tage. Und einiges, was er schon gefunden hat, konnte er bei dem ein oder anderen Abenteuer zu gutem Silber machen.

    Weil Arnuf nun schon eine ganze Weile der Erforschung den Vorrang gibt, wird er in Zweibruck inzwischen als etwas komischer Eigenbrödler angesehen. Es bleibt offen, ob der Wirt eine Ahnung davon hat, wie groß die Selt unter seiner Taverne wirklich ist.

  3. #3
    Xram
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    Es ist Abend im goldenen Eber. Die rote Sonne scheint in die kleinen Gassen, der ein oder andere letzte Lichtstrahl lässt den Eber noch einmal richtig aufglänzen, bevor auch er sich der Dunkelheit ergeben muss.

    Ginge man jetzt die Gassen entlang, so würde man nicht weit entfernt von der Taverne Rülpsen, hicksen und über den Boden schlürfende Stiefel hören. Drehte man jetzt auch noch seinen Kopf in ebendiese Richtung woher die Geräusche kamen, könnte man eine Gestalt aus einer Nebengasse kommen sehen, zuerst noch dunkel, doch je näher sie kommt, desto genauer kann man sie erkennen.

    „Was glotztn so?“ sprach Jasper den stillen Beobachter an, zeigte mit seinem Finger einen Meter neben ihn und musste ein recht komisches Bild auf andere Beobachter abgeben.

    Der knapp 1,75 Meter große Kerl trug Stiefel, die ihm bis zu den Knien gingen, dazu eine Hose die ihm viel zu kurz war. Sein Oberkörper war bekleidet mit einem langen ledernen Mantel. Er trug ein Kopftuch und an seinem viel zu großen Gürtel baumelten ein Säbel, eine Pistole, ein Sack und ein Kompass. Sein Gesicht war dreckig, die eng beieinander liegenden Augen sahen müde aus, man sah kein Haar unter dem Kopftuch hervorkommen, doch umso mehr Haar hing von seinem Kinn.

    Jasper marschierte also an den gerade schließenden Läden vorbei, drehte sich dabei immer wieder um, und ging geradewegs in den goldenen Eber. Dort suchte er sich einen ruhigen Platz, mit Blick auf die Tür, und bestellte bei einer der Schankdamen „’ne Portion Grog und ’n Fisch Schätzchen“.
    Xram

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  4. #4
    Harald Ösgard
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    Arnuf gießt neues Öl in die Lampen, die den fensterlosen Keller des Gasthauses bei Tag und bei Nacht erhellen. Die Rattenfallen sind leer. "Die Viecher haben sich noch nicht wieder vom letzten großen Giftangriff erholt" - denkt er und ein kleines Schmunzeln huscht über sein Gesicht. Bei seinen Einkäufen in der Umgegend hatte er mal einer Kräuterfrau von der Plage erzählt und ein bisschen geprahlt, wie geschickt er doch darin wäre, die Quälgeister mit Pfeil und Bogen zu erwischen. Zugegeben, das mit dem Sud versetzte Getreide war wesentlich erfolgreicher!
    Von Natur aus neugierig, hatte Arnuf begonnen die Kräuterfrau genauer über die Zubereitung solcher Mixturen zu befragen. Und ja, ihm gefiel die Frau. Sie war, ebenso wie er selbst, ein bisschen anders.

  5. #5
    Schlachtross
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    Das letzte Tageslicht ist schon fast verklungen und die Nacht senkt sich über Zweibrück. Guy schlendert leise pfeiffend durch die Gässchen auf den Goldenen Eber zu. Der Tag war erfolgreicher als er zu hoffen gewagt hatte und daher ist er guter Dinge. Die rote Feder an dem Monstrum von Hut den er trägt wippt frech bei jedem Schritt und die neuen Absätze seiner Schwarzen Stiefel klackern auf dem Kopfsteinpflaster.
    Die Melodie die er pfeifft gehört zu einem freche kleinen Lied über eine Jungfrau und einen Bären. Eine Hand tippt locker den passenden Rythmus auf den silbernen Degengriff an seiner Hüfte die andere baumelt lässig herunter.
    Er hat Lust auf ein bisschen Spass als er den Eber betritt, den Mantel den man der aktuellen Mode folgend nur über einer Schulter trägt an den Haken hängt, seinen Degen daneben stellt, den Hut auf dem Degengriff ausballanciert und zur Theke wandelt. Er fährt sich durchs Haar und pfeifft anerkennend als der die Zigeunerin sieht.
    Dann ordert er Ale beim Wirt. "Salut. Einen Krug deines besten Ale's" Die Kuperstücke schnippt er wie beiläufig auf den Thresen.
    "Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen." (Goethe)
    Zitat Zitat von Kelmon
    Lustige Tatsache:
    Die eigene Gruppe macht immer "ernsthaftes Reenactment".
    Leute mit höherem Anspruch sind immer "nervige Nörgler".
    Leute mit geringerem Anspruch sind immer "Gewandungsversager"

  6. #6
    Xram
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    "Na Püppchen? Lust zu Spielen?" Grölt Jasper durch die Taverne in Richtung der Zigeunerin, dabei grinst er schelmisch und zeigt seine braunen Zähne. Als die Zigeunerin nicht reagiert, trinkt er weiter an seinem Grog. Nach dem Leeren seines Kruges öffnet er seinen Sack, sieht hinein - nach außen hin sieht er sehr prall und gut gefüllt aus - beginnt erneut schelmisch zu grinsen und ordert noch einen Grog.

    Langsam scheint er sich von seiner anfänglichen Müdigkeit und Verwirrtheit erholt zu haben. Noch immer Richtung Tür blickend sitzen, sieht er nicht mehr so müde aus, und scheint hellwach zu sein.
    Interessiert sieht er den Gardisten beim Spiel zu und lacht, so laut wie kein anderer in diesem Raum redet, wenn einer der Gardisten seinen Sold verspielt hat.

    Die Gardisten ignorieren Jasper's provokante Art und spielen getrost ihr Spiel weiter. Jetzt nach Dienstschluss hat keiner mehr Lust jemanden wie ihn noch zu belehren. Soll er doch pöbeln so lange er keinem was tun.

    "Hier ist ja gar nichts los... Nich' mal 'ne anständige Dudelei" ...denkt sich Jasper, steht auf und geht Richtung Ausgang, als er den Typ der gerade seinen Hut mit dem er aussah wie ein Vogel ablegte, Kupfer über den Tresen schmiss.

    "Na, der hat's aber..."...denkt er sich, dreht sich auf dem Absatz seiner Stiefel und stellt sich an den Tresen. "Wirt, wie wäre es wenn Du mir noch einen Grog gibst, und vielleicht das, was ist das eigentlich (?), was mein Nachbar trinkt?"

    Der Wirt sieht ihn mit seinem zusammengekniffenen rechten Auge mürrisch an. Sein Blick mustert ihn von oben bis unten, wie er es schon tat, als Jasper seine Taverne betrat, doch dann nickt er und holt die Getränke.
    Geändert von Xram (17.07.2013 um 17:38 Uhr)
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  7. #7
    Gerwin
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    Die Getränke hier würden durchaus eine gute Qualität haben, zumindest wenn man Alkohol mochte. Eine teilweise nicht ganz einwandfreie Mischung wurde dadurch ausgeglichen dass der Alkohol stärker war als an manch anderen Orten in der Umgebung. Noch während Jasper über die fehlende Musik meckerte würde ein Spielmann die Taverne betreten und auf einen Zupfinstrument zunächst leise Töne anklingen lassen, die sich aber bald zu einer tanzbaren Mischung wandelten. Was Arnulf aber auf Grund seiner Erkundungen wissen konnte war, die Ratten hatten einen Grund warum sie hier vermehrt auftraten und wiederkamen. Wenn er sich schon einmal etwas tiefer in die Katakomben vorgewagt hatte, war ihm wohl aufgefallen, dass es auch deutlich größere Ratten gab...die größte die er bisher erlegt hatte hatte fast die größe eines kleineren Hundes. Diese Tiere wirkten gleichzeitig zumindest halb intelligent, und mieden das Gift welches er verstreute. Wenn man lang genug in den Katakomben war hatte man auch den Eindruck leise Geräusche zu hören, wie Hilfeschreie aus einer längst vergessenen Zeit, und doch erstaunlich real.

    Inzwischen war ein zweiter Spielmann hinzu getreten und würde den Saitenzupfer mit seiner Trommel begleiten. Die Zigeunerin tanzte wilder...ihre bunten Kleider würden sie zwar noch recht züchtig verdecken, und dennoch konnte die frau sich anscheinend durchaus bewegen, hatte das tanzen gelernt. Einer der blonden Hünen stand dabei auf. Der Mann mochte sicher 2,15 Meter groß sein und trug seine blonden Haare kurz geschoren. Unverfroren fasste er der Frau an den Hintern, welche sich entwenden wollte, doch der Griff des Mannes war sicher fester. Mit hilfesuchenden blauen Augen sah die Zigeunerin in die Runde, würde jedoch noch nicht schreien.

  8. #8
    Harald Ösgard
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    Arnufs Blick hing für einen kurzen Moment an der Szenerie im Tavernenraum. Er mochte Menschen nicht sonderlich. Nicht das sie ihn ängstigten, nur fühlte er sich zwischen seinen Regalen einfach wohler. Dinge konnte man ordnen. Arnuf führte gewissenhaft Buch und der Wirt wußte das zu schätzen. Zumal Arnuf sich nicht all zu viel aus Alkohol und Schinken zu machen schien. Noch nie hatte etwas gefehlt. Nur der Verbrauch an Lampenöl war seltsam hoch...
    Es war Jahre her, das er hierher gekommen war. Als das Geld nicht mehr reichte, um als Gast in einem der Zimmer zu wohnen, suchte der Wirt gerade einen neuen Lagerverwalter. So war er geblieben. Dem Wirt muss sicher aufgefallen sein, das Arnuf nicht gänzlich unerfahren in der Buchführung gewesen war und das er ohne besondere Mühe die verschiedenen Lebensmittel, Vorräte und auch Brennholz, Wäsche usw. Im Griff hatte. Er muss bestimmt eine gute Ausbildung gehabt haben. Vielleicht bei einem Kaufmann? Für einen Soldaten fehlte ihm das Grobe. Für einen Handwerker die schwieligen Hände, wengleich er nicht ganz ungeschickt war und die meisten Repararuren rund um den goldenen Eber selbst bewerkstelligen konnte, wenn sie nicht zu lange dauerten.
    Denn Arnuf war niemals sehr lange außerhalb des Vorratskellers. Außer, wenn er unterwegs war, um neue Vorräte zu besorgen.
    Auch wenn Arnuf dem Wirt nach all den Jahren immer noch seltsam fremd vorkam, so vertraute er ihm doch. Denn alles wurde bisher immer zu seiner Zufriedenheit erledigt.
    Und der Wirt war kein Mann, der zu viele Fragen stellte.

    Der Tavernenraum hatte sich weiter gefüllt. Auch diesen Abend würde wieder genügend Kupfer in die Kassen des Wirts gelangen und einen zufriedenen Dienstherrn war genau das, was Arnuf brauchte.
    Der blonde Hühne griff sich die Zigeunerin. Etwas in ihrem Blick ließ Arnuf kurz einen Schauer über den Rücken laufen. Diese riesige Ratte, hatte die ihn nicht auch genau so angeschaut, aus großen dunklen Augen?

    Das Unbehagen, das ihn immer inmitten ausgelassener Menschen befing, verstärkte sich bei dem Gedanken an seine letzte Erkundung noch weiter. Normaler Weise wäre er schon lange wieder im Keller verschwunden, das neue Fass war bereits oben und die Küche war versorgt. Doch etwas hielt ihn hier oben.
    Hatte er Angst, wieder unter die Erde hinabzusteigen? Oder hatte etwas oder jemand seine Aufmerksamkeit erregt? Der Wirt registrierte das ungewöhnliche Verhalten des ansonsten so zurückgezogenen Lagerverwalters. Ließ es sich jedoch nicht anmerken.
    Geändert von Harald Ösgard (17.07.2013 um 21:06 Uhr)

  9. #9
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    Jasper schaute mit glänzenden Augen in sein Glas Ale, seine Mundwinkel gingen nach oben, er begann zu grinsen in voller Vorfreude auf seinen ersten Ale seit Wochen. Seit Wochen war er schon unterwegs, fern ab der See, seiner ursprünglichen Umgebung. "Wär das Schiff doch nur nich aufgelaufen... Dann wär der Käpt'n auch nich sooo sauer auf mich..." dachte er und schweppte seine Gedanken mit einem Zug fort. Das Glas geleert sah er zu seiner Linken, der Federmann trank noch immer an seinem Ale und starrte mit leerem Blick durch die Taverne.

    "Hey Du. Trinkst du immer allein?" versucht er ein Gespräch zu beginnen, als er hört wie ein Stuhl umgeworfen wird. Desinteressiert dreht Jasper seinen Kopf kurz um und sieht, wie einer der Blonden, die ihm doch zumindest vom Aussehen her vorkamen wie die Art Männer die auch an Deck der Albatross waren, auf die Zigeunerin zuging. Als er ihr an den Hintern fasste gröhlte Jasper durch die übliche Tavernenlautstärke "Hey Püppchen! Willst du jetzt doch noch spielen?" Mit kalten, dunklen Augen fiel ihr Blick auf Jasper, ihr Blick war zornig doch hatte er auch etwas ängstliches an ihr und er erinnerte Jasper an all die süßen Meerjungfrauen die er schon in seinen Geschichten gerettet hatte. Doch das waren nur Geschichten.

    "Ach, was soll's...lang' is' nich mehr, dann kommt ja doch der Käpt'n" dachte er sich, trank den Grog in einem Zug und schrie "Na Süßer? Ja, Sonnenhaar, ich mein schon dich...Lust zu tanzen?"
    Geändert von Xram (17.07.2013 um 21:24 Uhr)
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  10. #10
    Kevus
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    Goldenes, über die Schultern wallendes Haar. So schön das Frauen ihre Seele verkaufen würden nur um es einmal berühren zu dürfen. Ein Körperbau der schon gestandene Männer in den Selbstmord getrieben hatte. Meeresblaue Augen in denen man sich verlieren konnte.Stark, schnell, schön. Mit einem Wort: Perfekt.
    All das...
    - war Pat nicht.
    Missmutig blickte Pat an sich herunter. Seine Mutter hatte ihm einmal erzählt die Götter hätten ihn und seinen Bruder aus den gleichen Teilen geschaffen.
    Wenn das stimmte war sein Bruder zuerst dran gewesen. Und führ ihn waren nur die Reste übrig geblieben. Er war klein, so klein das er oft für einen Zwerg gehalten wurde. Sein breiter Mantel der nur aus Taschen zu bestehen schien verstärkte diesen Eindruck noch. Seine Augen waren verschiedenfarbig, eines grün das andere braun. Seine Augenbrauen waren wieder einmal am nachwachsen und sein Haar sah aus wie das Nest eines besonders manischen Vogels.
    Er atmete tief durch bevor er die Taverne betrat. Auf dem Weg zum Tresen flogen ihm Gelächter und schlechte Witze entgegen. Er bemühte sich fröhlich drein zu blicken. Schon früh hatte er gelernt dass das der beste Weg war Schwierigkeiten zu vermeiden. Er durfte ihnen nicht zeigen das es ihn störte, gar verletzte. Immer wieder strichen ihm Leute über den Kopf, im glauben das würde Glück bringen. Er bemühte sich weiterhin fröhlich zu tun und die Witze mit harmloseren zu beantworten. Am Tresen angekommen bestellte er sich ein "großes Bier für einen kleinen Mann" was ihm wie zu erwarten weitere Lacher einbrachte. Unter vorgetäuschter Anstrengung und unter den Beifallsrufen der Leute zog er sich die Bank hoch und setzte sich. Nachdem er sich vergewissert hatte das sich die Leute sich wieder um ihre eigenen Angelegenheiten kümmerten durchstöberte er seine Taschen. Das oft tagelange Verstecken vor den anderen Kindern im Buchgeschäft hatte seine Vorteile gehabt. Er hatte ein paar Tricks gelernt die ihm halfen zu überleben und vor allem Ärger aus dem Weg zu gehen.
    Endlich hatte er den Beutel gefunden, entnahm ihm eine kleine Prise weißlichen Pulvers und streute es in sein Bier. Nachdem er einen Augenblick gewartet hatte und das Bier unverändert blieb nahm er einen tiefen Schluck. Heute mal keine Pisse im Bier dachte er erleichtert.
    "Damit es Unterschiede gibt, muss es ja auch Unterschiede geben."
    - Angela Merkel

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