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  1. #11
    Jamel
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    Vielen Dank euch allen schon mal für das Feedback und auch für die schöne Diskussion, die sich hier entwickelt hat.

    Ich denke Cartefius bringt einen guten Punkt an indem er schreibt, dass ein wirkliches großes Hospital für das kleine Silberquell übertrieben ist. Insgesamt finde ich jedoch die verschiedenen Meinungen hier sehr kompatibel, wenn man sie zusammennimmt sind sie dann eigentlich auch schon wieder recht stimmig (und ein bisschen drollig, was noch viel wichtiger ist...).

    Ich finde es zumindest sehr gut vorstellbar, dass das Haus Silberquell als neue Herren von Silberquell (wie hießen die eigentlich davor?) erst einmal etwas großes nobles stiften wollten, mit dem man eben seinen eigenen Namen für die Zeiten konservieren kann. Dass man dann aber doch nur die Mittel hatte einen alten Schuppen in ein Spital umzubenennen und einige Dorfbewohner dazu zu bringen ihren Zehnt mit Arbeit im Spital abzuleisten (und das damit gar keine so großartige Einrichtung ist) muss man ja im ersten Satz nicht an die große Glocke hängen. Rein nach dem Motto "unser Spital ist so großartig, wir haben eine Krankenstation einen Operationssaal, einen Wartebereich, eine große Schreibstube und die Latrinen sind sogar in einem separaten Raum untergebracht!".
    Man muss ja nicht objektiv was großartiges sein/haben um von sich selber überzeugt zu sein =).

  2. #12
    Kamikaze
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    Zitat Zitat von Jamel Beitrag anzeigen
    (wie hießen die eigentlich davor?)
    Davor waren die Erbfolgekriege ( http://www.koschwiki.de/index.php/De...che_F%C3%BCrst ). Weiter zurück reicht unsere Chronik aktuell nicht, bzw. ist mit dem offiziellen DSA-Hintergrund identisch.

    Ich finde es zumindest sehr gut vorstellbar, dass das Haus Silberquell als neue Herren von Silberquell erst einmal etwas großes nobles stiften wollten, mit dem man eben seinen eigenen Namen für die Zeiten konservieren kann. Dass man dann aber doch nur die Mittel hatte einen alten Schuppen in ein Spital umzubenennen und einige Dorfbewohner dazu zu bringen ihren Zehnt mit Arbeit im Spital abzuleisten (und das damit gar keine so großartige Einrichtung ist) muss man ja im ersten Satz nicht an die große Glocke hängen. Rein nach dem Motto "unser Spital ist so großartig, wir haben eine Krankenstation einen Operationssaal, einen Wartebereich, eine große Schreibstube und die Latrinen sind sogar in einem separaten Raum untergebracht!".
    Man muss ja nicht objektiv was großartiges sein/haben um von sich selber überzeugt zu sein =).
    Das ist zwar an sich korrekt, aber es bedarf auch einer gewissen Darstellung im Spiel - sonst kann man sich das gleich sparen.
    Das Problem mit falschen oder übertriebenen Informationen im LARP ist, dass es effektiv niemand nachprüfen kann und daher faktisch das "im Hintergrund existiert", was gesagt bzw. dargestellt wird.
    Als Beispiel: Wir erzählen einem uns fremden Spieler, wie toll und groß das Silberqueller Hospital ist. Wir wissen, dass das alles nur aufgeblasene Einbildung ist - der fremde Spieler weiß das nicht und kann es auch nicht prüfen. Entsprechend haben wir für ihn ein großes und tolles Hospital.
    Da bedarf es viel Fingerspitzengefühl und einen Blick für das Streuen von ggf. offensichtlich widersprüchlichen Informationen, um so ein unterfangen für alle bereichernd darstellen zu können.
    Dir, jamel traue ich das durchaus zu - allerdings dürften insbesondere LARP-Neulinge damit schnell überfordert sein.

    Die Frage bleibt daher: Welchen spielerischen Mehrwert hat es, diese Falschinformationen in Umlauf zu bringen? Und: Wie stellst du dir die Umsetzung im Spiel konkret vor?

    Ich fühle mich da gerade an das Thema "Burg zu Silberquell" erinnert... Das kam auch mal durch die Aussage eines einzigen Charakters vor etlichen Jahren auf. Zu der zeit hätten theoretisch schon alle Silberqueller bescheid wissen sollen, dass es in unserem Hintergrund eben keine Burg gibt. Trotzdem hält sich das Gerücht hartnäckig. Ich wurde erst Anfang diesen jahres ganz entgeistert angeschaut "Wie - keine Burg?!"... Solche Desinformation würde ich nur ungern wissentlich wieder heranzüchten, da es eben im Spiel nicht nachprüfbar (und damit auch nicht widerlegbar) ist.
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    Meine Charaktere, Bastelanleitungen und mich findet ihr auch im LARP-Wiki

  3. #13
    Tee
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    Zitat Zitat von Cartefius Beitrag anzeigen
    Vielleicht macht es dann mehr Sinn, die Heilkunde-Praxis mit irgendetwas mundanem, dörflichen zu verbinden, .....
    Auch wenn der Grad zum Slapstick seeehr schmal sein würde: Tierheilkunde. Koscher sind doch Viehzüchter. Was gibt es schlimmeres als wenn die ganze Herde dahinsiecht?
    "Tja mein Freund, ich weiß auch nicht was du hast, aber Maul- und Klauenseuche ist es nicht....."

  4. #14
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    Meinen zwar noch müden aber zu jeglicher Schandtat bereiten Geist durchflutet folgendes:
    Wollen wir uns mal den Aufwand machen, und Silberquell zeichnen? So dass tatsächlich klar wird, dass es eben keine Burg ist und das "Hospital" eben eine Scheune ist usw. Ich denke das könnte uns als Gruppe helfen, die Bilder und das Lebensgefühl von Silberquell im Kopf zu haben. Gerne mache ich mich wie im Larpi-Fred (übrigens ist das Larpi nicht gestorben und wird bei Zeiten gerne noch veranstaltet ;-) mal wieder an Kurzgeschichten aus Sicht von Alerich und Paerenjow.
    @Kamikaze: enge Absprachen mit dir verstehen sich von selbst ;-)

    Den bäuerlichen Stolz auf etwas, das aus Sicht reicher Städter allenfalls Durchschnitt ist, finde ich sehr ansprechend. Ich gebe Kamikaze recht, dass es eine Herausforderung ist. Die lohnt sich aber :-)

    Ich kann mir sowohl für Alerich eine Verknüpfung vorstellen, als auch für Paerenjow. Ähnlich wie beim M*A*S*H können Waffenknechte abgestellt werden, die die Kranken bewachen bzw. auch mal bei Operationen zur Hand gehen. Ich saue Alerich da gerne mit Kunstblut ein und lass ihn bei Bedarf (zu viel Gedärme o.Ä.) auch mal umkippen. Paerenjow kann durchaus mal den ein oder anderen Trank brauen, wohl dosiert um Jamel nicht das Spiel zu rauben. Es kann sich aber auch Konfliktspiel ergeben, wenn Paerenjow meint, er habe eine bessere Lösung ;-) (Stelle mir da greid einen Streit vor, ob denn nun der Verband ausreicht oder der Patient einen Trank braucht, während dieser schreiend und blutend das aufgeregte Fachgesimpel beobachten muss ;-)
    Dughall, besser bekannt als Alerich Appelklos:
    http://larpwiki.de/RickS./Tross%20Silberquell/Dom1


    oder Paerenjow vom flammenden Salamander:
    https://www.larpwiki.de/RickS./Tross%20Silberquell/Dom2

  5. #15
    Jamel
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    Die Frage bleibt daher: Welchen spielerischen Mehrwert hat es, diese Falschinformationen in Umlauf zu bringen? Und: Wie stellst du dir die Umsetzung im Spiel konkret vor?
    Ehrlich gesagt vermutlich fast gar nicht.
    Ich habe das Thema Hospital eigentlich nur augebracht, da Silberquell laut Hintergrund eines hat und es Sinn macht wenn ein Heiler aus einem Dorf auch im entsprechenden Hospital arbeitet, egal wie klein es eigentlich ist.
    Im Spiel wird das Hospital wohl so wichtig sein wie die Brauereitaverne in der Hans groß geworden ist. Sie wird halt genutzt um dem Charakter auch eine Herkunft zu geben aber übermäßig bespielen würde ich das nicht. Ich finde es aber einen witzigen Gedanken bei Bedarf über einen zum Spital umfunktionierten Wollschweinstall zu philispohieren in dem nach drei Generationen Nutzung inzwischen der Patientengeruch den Wollschweingeruch langsam überdeckt .
    Prinzipiell finde ich die Diskussion über das Aussehen von Silberquell aber recht cool, das lässt den Hintergrund lebendiger werden und ich denke es kann nur vorteilhaft sein wenn unsere Charaktere zumindest dieselbe Meinung darüber haben ob Silberquell 10 oder 100 Häuser hat... Daher fände ich eine Zeichnung von Silberquell und einen Dorfplan echt super, kann mangels Fähigkeiten womöglich aber nicht so viel dazu beitragen...

  6. #16
    Cartefius
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    Ich finde es zumindest sehr gut vorstellbar, dass das Haus Silberquell als neue Herren von Silberquell (wie hießen die eigentlich davor?) erst einmal etwas großes nobles stiften wollten, mit dem man eben seinen eigenen Namen für die Zeiten konservieren kann. Dass man dann aber doch nur die Mittel hatte einen alten Schuppen in ein Spital umzubenennen und einige Dorfbewohner dazu zu bringen ihren Zehnt mit Arbeit im Spital abzuleisten (und das damit gar keine so großartige Einrichtung ist) muss man ja im ersten Satz nicht an die große Glocke hängen.
    Problem an der Sache ist, dass ein Hospital vor allem eins braucht: Viele Patienten. Und ein einem 200-Seelen-Dorf mit Wald drumherum gibt es die einfach nicht.

  7. #17
    Jamel
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    Also meine Vorstellung vom Silberqueller Hospital schaut in etwa so aus:

    https://pixabay.com/de/landschaft-sc...-alte-2112273/

    Wohlgemerkt, das Spital wäre das linke Gebäude, das rechte ist eher die Gemeindehalle/Scheune/Strohlager/Ställe.

    Dazu dann noch 7 Leute, die ihren Zehnt als Dienst jeweils einen Tag die Woche im Hospital ableisten und in meiner Vorstellung ist das dann gut. Ein bisschen Recherche hat für Deutschland eine Krankheitsquote der Erwerbsbevölkerung von ca. 4,2 % ergeben, bei 80 Silberquellern wären das ca. 3,4 Kranke jeden Tag. Da hätte Silberquell sogar einen vernünftigen Pflegeschlüssel

    Long Story Short, in meinem Kopf ist das Silberqueller Spital nicht groß aber (Bauern)Stolz

  8. #18
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    Da wäre natürlich das hier geil: https://secure.profantasy.com/products/cc3_detail.asp

    Dughall, besser bekannt als Alerich Appelklos:
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    oder Paerenjow vom flammenden Salamander:
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  9. #19
    Kamikaze
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    Ich verstehe, dass es reizvoll wäre, den Ort zu Zeichnen.
    Allerdings würde das auch bedeuten, dass wir ihn nicht mehr so leicht an neue Spielideen anpassen können.
    Bisher war das ja mit ein paar Zeilen in der Beschreibung getan.
    Als Beispiel seien hier folgende IT-Sachverhalte angeführt:
    > Haselhain nahe des Gutshofes
    > Hütte in besagten Haselhain
    > "Geweihten-Rasthaus"
    > Hospital
    > Marktplatz
    > vermutlich habe ich hier noch das Eine oder Andere vergessen...

    Alle diese Ergänzungen waren nicht von Anfang an teil des Tross-Hintergrundes, sondern wurden aufgrund der OT-Bedürfnisse für neue Charaktere "erschaffen" bzw. definiert.
    Diese Flexibilität schätze ich bisher, da so praktisch auf alle Hintergrund-Bedürfnisse für neue Charaktere unkompliziert eingegangen werden kann.
    Bisher lautete das Prinzip: Wir definieren, was wir brauchen, und der Rest bleibt der Phantasie des Einzelnen überlassen.

    Eine einmal erstellte Karte oder Zeichnung des Ortes müsste also entweder immer wieder angepasst werden, oder wir büßen (mindestens) einen Teil dieser Flexibilität ein.
    Nun stellt sich die Frage, wie wir das in Zukunft handhaben wollen.

    Da diese Frage aber am eigentlichen Thema der Charaktererstellung vorbei geht, eröffne ich dafür mal ein eigenes Thema.

    In Sachen Ortskarte geht es hier weiter: Der Ort Silberquell - wie soll es weiter gehen?

    Für hier: Bitte zurück zum Thema.
    Geändert von Kamikaze (23.03.2018 um 10:06 Uhr)
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  10. #20
    Kamikaze
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    Zitat Zitat von Jamel Beitrag anzeigen
    Dazu dann noch 7 Leute, die ihren Zehnt als Dienst jeweils einen Tag die Woche im Hospital ableisten und in meiner Vorstellung ist das dann gut. Ein bisschen Recherche hat für Deutschland eine Krankheitsquote der Erwerbsbevölkerung von ca. 4,2 % ergeben, bei 80 Silberquellern wären das ca. 3,4 Kranke jeden Tag. Da hätte Silberquell sogar einen vernünftigen Pflegeschlüssel
    Das wäre knapp 1/10 des Ortes, für jeden Tag des Jahres - also ziemlich genau das Maximum dessen, was an Zehnt für den ganzen Ort überhaupt aufkommt, und das würde komplett als Arbeit im "Heilerhaus" abgeleistet...
    Ich fürchte da kommen wir in ein IT-logisches Dilemma.
    Immerhin wollen IT ja vermutlich nicht alle ihren Zehnt abarbeiten, und selbst wenn, würden die übrigen Frondienst-Einrichtungen, wie z.B. die Suppenküche, oder die Felder und Ställe des Gutshofes noch bewirtschaftet werden wollen.
    Mal ganz davon abgesehen, dass bei 7 "Hilfsheilern" auf 3-4 Kranke der "Pflegeschlüssel" schon krass hoch wäre.

    Long Story Short, in meinem Kopf ist das Silberqueller Spital nicht groß aber (Bauern)Stolz
    Da liegen wir auf eine Wellenlänge.
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