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  1. #1
    Jamel
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    Neues Charakterkonzept - Eulrich Eibenhain - Heiler

    Hi Leute,

    nachdem ich in letzter Zeit nicht mehr so akute Lust auf Schlachten hatte und entsprechend mein Hans eher ohne Gambi und Waffen unterwegs war bin ich nun auf den Trichter gekommen, dass ich ja auch mal diese "Konsequenz" ausprobieren könnte und einen entsprechend vorwiegend zivilen Charakter erstellen könnte.
    Daher liebäugele ich damit einen Heiler zu erstellen. Heiler können wir Silberqueller ja sowieso immer gut brauchen und ich hab Lust mit http://www.larpwiki.de/InteraktiveWunden zu spielen :-).

    Ich würde hier einmal meine Gedanken zusammenschreiben und mich entsprechend über euer Feedback freuen.

    Hintergrundtechnisch würde ich die Familie Eibenhain als Förster/Waldarbeiter/Jäger sehen, die ihren Zehnt durch Arbeit im Hospitz (siehe Silberquell Hintergrund http://www.koschwiki.de/index.php?title=Silberquell) ableisten. Ich halte es für sehr nachvollziehbar, dass eine Familie die sich mit Äxten, fallenden Bäumen, Armbrüsten und wilden Tieren auseinandersetzt schweren Herzens und mit viel gezeter ob der vielen Arbeit und aufgewendeten Zeit sich von der herrschenden Familie Ausbildungen in Heilkunst und Wundversorgung finanzieren lässt.
    Die Begründung warum Eulrich nicht im schönen Kosch bleibt sondern mit dem Tross zieht würde ich relativ einfach halten. Der Tross Silberquell kommt von fast jedem Auszug relativ lädiert heim und für eine Institution wie das Hospiz Silberquell (als Hospiz quasi schon so lange im Ort wie das aktuell herrschende Geschlecht selber, die Heilkunst ist dagegen schon länger vor Ort etabliert als diese Neuankömmlinge in der dritten Generation) ist es schlichtweg ein Affront, dass fremde Heiler ihren Pfusch an Silberqueller Einwohnern ausführen [@Rick: ist eine gewisse Selbstverliebtheit und Hochnäsigkeit des Silberqueller Hospiz für dich in Ordnung?].
    Als es nun darum ging ein Mitglied des Hospiz für die Reisen mit dem Tross auszuwählen fiel die Wahl weder auf die besten (die braucht man ja im Ort) noch auf die beliebtesten (wer Connections hat muss keine anstrengenden Reisen unternehmen) Heiler des Hospiz sondern auf Eulrich, der durch seine pragmatisch-hemdsärmlige Art nicht jedermanns Geschmack ist.

    Eulrichs Einstellung zum Heilerberuf kann man in etwa so zusammenfassen:
    "Hilf dir selbst, dann hilft dir Peraine"
    "Lieber einmal genäht als fünf mal Hand aufgelegt"

    Eulrich ist selbstverständlich der Überzeugung, dass ohne die Hilfe und die Gunst Peraines keine Heilung gelingen und damit kein Heiler seinen Beruf ausüben kann. Jedoch ist er ebenfalls der Meinung, dass seine Gebete zu Peraine eher Handwerklicher Natur sein sollten. Jammern, heulen und Verse rezitieren können auch die Angehörigen und Patienten erledigen. Das eine oder andere Stoßgebet kommt natürlich auch Eulrich über die Lippen und auch eine Kerze soll die Göttin von Zeit zu Zeit bekommen. Bevor er jedoch Stundenglasweise Litaneien von sich gibt geht Eulrich lieber zu einem Traviadienst oder einfach ins Wirtshaus um sich etwas zu Essen und Trinken zu besorgen, zum nächsten Einsatz für Peraine wird er schon gerufen werden.

    Angedachte Ausrüstung:
    Bundhaube, braune Gugel, knielanges grünes Wollwams/Gewand, Hosen, Schuhe, Gürtel mit Rot/Weißem Silberquell-Wimpel
    Tragemöglichkeit (Tasche oder Kraxe) mit Verbänden (+Kunstblut und Auflegewunden ), kleines Chirurgisches Besteck, Tragetuch, Trinkwasser, Kekse o.ä. (auch für OT Unterzucker), evtl. noch Salben, Tinkturen, Knoblauch (hilft bei allem!).
    Evtl. ein kleiner Reiseschrein oder so etwas

  2. #2
    Kamikaze
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    Hospiz (lat. hospitium „Herberge“, „Gastfreundschaft“) ist eine Einrichtung der Sterbebegleitung
    (>Quelle<)

    Kann es sein, dass du das Hospital meist?
    Selbstverliebtheit und Hochnäsigkeit würde ich jetzt erst mal vom Charakter abhängig machen. Der Kosch ist ja an sich sehr bäuerlich geprägt und daher eher primitiv und wenig "abgehoben". Wenn Eulrich aber eine höhere Ausbildung hat, kann das bei ihm persönlich durchaus zu Hochnäsigkeit führen.

    Grundsätzlich finde ich den Charakter toll (auch wenn ich schade finde, dass wir inzwischen praktisch kein Waffenvolk mehr haben).
    Ich bin sicher du kannst aus diesem Konzept was tolles machen. Bitte schließe dich dazu auch mit den anderen Silberqueller Heilerspielern zusammen.
    Evtl. macht es langsam Sinn, wenn wir ein Konzept für eine mobile Unterstützungstruppe ähnlich dem M*A*S*H erarbeiten...

    Zum Reiseschrein: Wenn du willst, kannst du gerne eine entsprechende Platte für unseren Reiseschrein machen. Dann ist das eben ein Peraineschrein, wenn Bruder Ardis nicht dabei ist.
    Geändert von Kamikaze (18.03.2018 um 21:08 Uhr)
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  3. #3
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    Darf man fragen was ein Gogel ist? :3

  4. #4
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    @Yami: Eine Gugel ist eine Kopfbedeckung, die knapp als "Kapuze mit Kragen" beschrieben werden könnte.

    Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Gugel_(Kleidung)
    Larpwiki: http://www.larpwiki.de/GugelMitFutter (Bastelanleitung)

    Gugeln sind besonders beliebt, weil sie praktisch sofort mit "Mittelalter" assoziiert werden, und so kostümbildnerisch viel Sinn machen.
    Zudem sind wollene Gugeln hervorragende Schlecht-Wetter-Kleidungsstücke.
    Geändert von Kamikaze (19.03.2018 um 09:08 Uhr)
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  5. #5
    Jamel
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    Hospitz, Hospital...je nach Erfolgsquote der Mitarbeiter kann der Unterschied recht gering sein ;-).

    Ich meinte nicht unbedingt eine rein persönliche Selbstverliebtheit/Hochnäsigkeit sondern quasi eine mehr als selbstbewusste Einstellung des Hospitals selber weil sie sich halt für unglaublich toll halten. Kann man ja bei Gelegenheit (z.B. wenn ich mal wieder zum Training kommen sollte ;-) ) diskutieren.

    Wenn ich es richtig sehe, dann gibt es mit Irmina nur noch einen weiteren Heilercharakter, oder? Grimm ist ja auf dem Boronanger...

  6. #6
    Kamikaze
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    Zitat Zitat von Jamel Beitrag anzeigen
    Ich meinte nicht unbedingt eine rein persönliche Selbstverliebtheit/Hochnäsigkeit sondern quasi eine mehr als selbstbewusste Einstellung des Hospitals selber weil sie sich halt für unglaublich toll halten. Kann man ja bei Gelegenheit (z.B. wenn ich mal wieder zum Training kommen sollte ;-) ) diskutieren.
    Sehr gern. Insbesondere würde mich der daraus entstehende Mehrwert für das Spiel interessieren.

    Wenn ich es richtig sehe, dann gibt es mit Irmina nur noch einen weiteren Heilercharakter, oder? Grimm ist ja auf dem Boronanger...
    Korrekt. Irgendwie habe ich Ardo noch immer im Hirn...
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  7. #7
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    Vielleicht so als generelles Feedback:
    In meiner Vorstellung ist die Einrichtung eines spezialisierten Hospitals in den ländlicheren Gebieten Aventuriens eine eher untypische Sache. So etwas wäre ein sehr großer Aufwand für Gebäude, ständiges Personal, Material und Wissen, dem ein relativ geringer Bedarf gegenübersteht. In den meisten Dörfern und Kleinstädten dürften einzelne Heilkundige, die die Patienten zuhause aufsuchen, oder die kleine Praxen unterhalten, in der Lage sein, die Gesundheitsversorgung deutlich effizienter zu gestalten.

    Deswegen würde ich überlegen, wie die Rahmenbedingungen für eine solche Institution sein könnten, damit sie Sinn macht.
    Denkbare Faktoren wären z.B.:
    -Es herrscht ein besonderer Bedarf, etwa durch regional grassierende Seuchen (in der Näge von Sümpfen, durch bestimmte Tiere übertragen, an wichtigen Reiserouten) die eine Isolation und besondere Behandlung der Kranken notwendig machen. Auch in der Nähe von ständig umkämpften militärischen Außenposten mit größerer Menge an Soldaten kann ein solches Lazarett Sinn machen, oder zur Versorgung großer und besonders gesundheitsschädlicher Arbeitsstätten wie Minen mit krankmachenden Stäuben oder Gasen.
    -Es handelt sich um ein überregionales Institut mit Forschungs- und Lehrcharakter, vergleichbar mit einer Magierakademie. Hier bräuchte es einen finanzkräftigen Gönner, der dafür sorgt, dass so ein wichtiges Institut an so einem provinziellen Ort errichtet wird, und man würde vermutlich viele zugezogene Heilkundige aus ganz Aventurien als Lehrpersonal antreffen.
    -Es gibt eine Einrichtung, in der sich aus anderen Gründen viel geschultes Personal aufhält, welche die Krankenbetreuung nebenbei übernimmt. Klassisches Beispiel hierfür wären Kloster, und auch in Aventurien verfügen natürlich vor allem die Kirchen (vor allem Peraine, aber auch Boron, Travia oder sogar Rondra) über die notwendigen Ressourcen, so etwas aufzubauen und zu unterhalten. Der Vorteil ist, dass man so die ungewöhnliche Lage des Hospitals immer gut mit einem Schrein, einer Reliquie oder dem Wirken eines lokalen Heiligen erklären kann.

    All diese Varianten führen zu Unterschieden im Selbstverständnis, der Art der Leute, die dort arbeiten, und ihrem Status und Ausbildungsstand. Außerdem können so natürlich auch die Vielfalt, Stilrichtung und Qualität der angewandten Verfahren sehr unterschiedlich sein.

  8. #8
    Kamikaze
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    Vielen Dank für dein Feedback, Cartefius.
    Da sprichst du tatsächlich ein paar wichtige Punkte an:

    Silberquell ist ein sehr kleiner Ort (~80 Einwohner), der nicht auf offiziellen Aventurien-Karten auftaucht. Das soll vorerst auch so bleiben, da das effektiv die Aufgabe der Selbstbestimmung unserer Charaktere und unserer IT-Heimat bedeuten würde.
    Entsprechend sollten auch Hintergrund-Spielchen vermieden werden, die eine solche Eintragung in die offiziellen Karten unmittelbar zur Folge hätten.
    Als Beispiel: Klöster und Tempel sind durchweg von Ulysses dokumentiert und kartografiert.
    Entsprechend macht es da in meinen Augen mehr Sinn, eine kleine "Praxis" an zu streben, die von einigen wenigen (gerne auch für den Kosch fürstlich entlohnten) Heilern betrieben wird, als direkt einen Tempel oder ein "großes" Hospital daraus zu machen. letztendlich dürfte das im Spiel selber keinen Unterschied machen, aber es würde sich besser in den eher bäuerlichen Charakter des Kosch einfügen (den wir ohnehin schon sehr strapazieren).
    Eulrich kann ja trotzdem (oder gerade weil es so wenige heiler gibt) durchaus hochnäsig uns selbstverliebt sein, und ggf. ließe sich das (in Absprache mit Xie) sogar auf die Heiler des Dorfes im generellen übertragen. (Wobei ich hier zukünftige Heilerspieler nicht zu sehr festlegen will... Hier entscheidet des spielerische Mehrwert.)

    Nochmals vielen Dank für das fundierte Feedback, Cartefius.
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  9. #9
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    ...Nur weil die Silberqueller es ein Hospitz NENNEN muss es ja nicht ein rießen Gebäude sein. Für das Dorf ist es eben toll, und wichtig und wir bilden uns fleißig was drauf ein. Das es nun eben nur eine kleine umgebaute Scheune ist muss man ja nicht groß erwähnen *hust*
    Realität ist eine Meinung- jeder hat die Seine.

  10. #10
    Cartefius
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    Vielleicht macht es dann mehr Sinn, die Heilkunde-Praxis mit irgendetwas mundanem, dörflichen zu verbinden, wie einem recht umfangreichen Heilpflanzenanbau (z.B. Wirselkraut oder Einbeeren), welches auch vor Ort von Heilkundigen gleich weiterverarbeitet wird. So würde es Sinn machen, ein oder zwei externe Experten vor Ort zu haben, gutes Grundwissen über Heilkunde zu entwickeln, ohne gleich ein Hospital von überregionalem Ruf aufzubauen. Und auf die lokale Spezialität, "Wilmars-Wirsel-Wundbalsam" oder den berühmten "Einbeer-Schlehen-Geist", kann man dann auch zurecht stolz sein.

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