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  1. #11
    Gerwin
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    Als jemand der lieber ordentlich Geld verdient und dafür im Rahmen der Arbeitsteilung andere schneidern lässt (btw. absolut historisch korrekt für die meisten Epochen) ist immer noch dieser Shop in meinen Augen ein Musterbeispiel sinnvollen Designs. Man sieht was sie schon vorher gemacht hat ordentlich geordnet..es gibt einen günstigeren Sofortkauffundus , ausreichend Stücke um einen Überblick zu bekommen (anders als beim tapferen Schneiderlein) der Shop wirkt gepflegt und man bekommt eine Übersicht über die Preise.

    SO sollten Kleidungsshops aussehen.

  2. #12
    Kelmon
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    Zitat Zitat von Cormac
    Woher diese Erkenntnis stammt weiss ich nicht...zumal sie meines Erachtens nach auch falsch ist. Von den LARPERN die ich kenne (und ich kenne eine ganze Menge) schneidert nicht mal die Hälfte selbst (oder läßt von Bekannten selbst schneidern). Der Rest kauft (mehr schlecht als recht und häufig von der Stange was das angeht). Wenn ich mir dann noch den LARP-Nachwuchs ansehe.......da dürfte die Quote eher sinken. Gegen die Erkenntnis spricht auch die Auslastung der bestehenden Kleidungsschneider.
    Der 3 Schneider, die es gibt?
    Nein, Stephan hat völlig recht - die meisten LARPer sind Bastler. Schau Dir einfach mal den Vorstellungsthread für Gewandungen in diesem Forum an. Die Forenuser, die da selbstgebaute Ausrüstung zeigen sind in der klaren Überzahl.
    Das sieht bei dem mit bekannten Nachwuchs (nach einer Überwindung der ersten "schnell was aus einem Shop zusammenkaufen"-Phase) auch ganz genauso aus.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #13
    luthien368
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    Nicht jeder schneidert und bastelt selbst, jedoch wird sich der Großteil des Restes sein Zeug kaufen. Schneider müssen daher einen Anreiz sowohl für den geringen Rest finden (warum soll ich mir ausgerechnet von dir etwas schneidern lassen, warum nicht bei den ganzen anderen?), als auch natürlich versuchen, die anderen beiden Gruppen neugierig zu machen (hey, du bist ja nur wenig teurer als die Gewandung von der Stange! / Hey, das, was du machst, ist so toll und individuell und sauber gemacht, das könnte ich nicht, da gönn ich mir den Preis).

    Ich denk das Problem ist, dass dies nicht die erste Person ist, die voller Elan die selben "Fehler" macht wie die ganzen anderen vor ihr. Zu denken, man könne mit einem wenig genutzten, unterbezahlten und ausssterbenden Handwerk seinen Lebensunterhalt verdienen, und zwar ohne das heutzutage so moderne Marketing. Ohne dies kann ein Geschäft wirklich nur aufgebaut werden, wenn die Mundpropaganda gut genug ist (siehe Lenora, Kjeldor, Ric Sattler, Erlkönig, ...).

    Wir wollen nicht bös sein, aber ich schließe mich Stefans Aussage an. Ich hab selbst schon zu viele Sternschnuppen erlebt Und "professionelle" Schneider, Bastler, Zeichner erlebt, die teilweise weit weniger zu bieten hatten als private Bauer.

    Was kann man am Anfang machen?

    1. Fotos von bisherigen Werken machen. Noch keine werke gemacht? Dann such dir 2-3 Leute, die dir ein interessantes Projekt anbieten und dir halbwegs Freiraum lassen, und biete ihnen einen wirklich guten Einstiegspreis. Mach nen Wettbewerb draus, wenn du willst.

    2. Mach eine Homepage, einen Blog, selbst ein Thread mit Beschreibung, was du kannst, Fotos etc. ist hilfreicher als "Ich mach alles, fragt mich einfach".

    3. Mach selbsterklärende Preise. Das kann auf vielerlei Art und Weise sein. Schön fand ich einen Schneider, der seine Sachen in Schwierigkeitsstufen einteilte und diese mit Preisrahmen betitelte. Gut ist auch, fertige Projekte mit fertigem Preis einzustellen. Am besten natürlich unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, denn es ist dann erschreckend, wenn die einfache Gewandung nur einen Bruchteil weniger kostet als das pompöse Adelsgewand, weil der Fixaufwand gleich ist.

    4. Halte deine Beschreibungen aktuell und poste poste poste. Poste alles, was du zusammennähst, was für dich repräsentativ ist. Lass Leute, die deine Gewandung in Foren und auf dem Ning vorstellen, deinen Namen dazu posten. Zeig, was du kannst, BEVOR du sagst, was du kannst. Bilder sagen mehr als tausend Worte (alternativ müsstest du echt wenig Geld verlangen, um zu kompensieren, dass ein potentieller Kunde nicht weiß, wo er sein Geld hingibt).

    Wie immer wünsche ich viel Erfolg und Glück und gute Nerven.


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  4. #14
    Nount
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    Zitat Zitat von Cormac
    Gut, sie hat einen schon vergebenen (wenngleich naheliegenden) Namen gewählt. Dumme Sache.....aber muss man (wenn man nicht gerade aus der Szene ist) wirklich wissen, dass es da schon Elke gibt?
    Es ist der allererste Treffer bei Google.
    Deshalb: Ja, kann man wissen, wenn man sich auch nur eine einzige Sekunde (wörtlich gemeint) informiert hat

    Ich habe es gar nicht so verstanden, dass die Threaderstellerin den Namen als Shopnamen benutzen wollte. Ich habe nur drauf hingewiesen, dass das eine schlechte Idee wäre.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  5. #15
    Cartefius
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    Woher diese Erkenntnis stammt weiss ich nicht...zumal sie meines Erachtens nach auch falsch ist. Von den LARPERN die ich kenne (und ich kenne eine ganze Menge) schneidert nicht mal die Hälfte selbst (oder läßt von Bekannten selbst schneidern). Der Rest kauft (mehr schlecht als recht und häufig von der Stange was das angeht). Wenn ich mir dann noch den LARP-Nachwuchs ansehe.......da dürfte die Quote eher sinken. Gegen die Erkenntnis spricht auch die Auslastung der bestehenden Kleidungsschneider.
    Ich würde mal sagen, es gibt vielleicht drei große Hauptrichtungen:
    Die erste Gruppe setzt sich nicht viel mit Kostümbau auseinander, und sucht hauptsächlich einfache, schnelle und billige Bezugsquellen. Solche Leute dürften die Hauptkundschaft der diversen Larp-Reseller mit Stangenware aus Übersee sein. Eine erschließung dieses Marksegments stelle ich mir schwierig vor, weil man da vermutlich sowohl sehr niedrige Preise als auch ein sehr großes Sortiment braucht.
    Die zweite Gruppe besteht aus Leuten, bei denen die Zusammenstellung und Anfertigung von Kostümen wichtiger Teil des Hobbies ist, und die ein gewisses Hintergrundwissen zu dem Thema mitbringen. Solche Leute machen sehr viel selber, sind aber häufig auch zu Käufen bei Handwerkern bereit, gerade wenn es um Sachen geht, die zu schwierig sind oder besonderes Werzeg benötigen.
    Hier wäre unter Umständen die im Thread zu Sonnenschein angesprochene "Schneiderhilfe", bei der komplexe Aufgaben wie Zuschnitt vom Profi gemacht werden, man aber simplere und zweitaufwändige Arbeiten wie Handnähte selber macht, ein lohnender Ansatz.
    Die dritte Gruppe hat keine Lust zum Selbermachen, aber recht klare Vorstellungen und ein ordentliches Budget, wollen dafür aber auch einen entsprechenden Gegenwert sehen. Um in dieses "High-End"-Segment einzusteigen, bräuchtes du vermutlich vor allem überzeugende Beispiele deiner Arbeit.

    Ansonsten gibt es natürlich noch diverse kleine Nischen, die man besetzen könnte, seien es bestimmte Epochen (Rokoko, Frühmittelalter...), Genres (Harry Potter, Endzeit...) oder Verarbeitungsdetails (Lederkleidung, Handstickereien...).

  6. #16
    Gerwin
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    Nein, Stephan hat völlig recht - die meisten LARPer sind Bastler. Schau Dir einfach mal den Vorstellungsthread für Gewandungen in diesem Forum an. Die Forenuser, die da selbstgebaute Ausrüstung zeigen sind in der klaren Überzahl.
    Dass ist eine Sache die man so einfach nicht stehen lassen kann. Natürlich gibt es einen (geringen oder etwas höheren Prozentsatz) an Larpern die ihre Kleidung selbst schneidern. Gerade der gehobene Bereich ist jedoch nicht (wirtschaftlich gesehen) durch Eigenkreationen abzudecken. Die besten Gewandungen die ich bisher subjektiv gesehen habe stammten eigentlich komplett von Profi-Schneidern (ein guter Durchschnitt von Osteuropäern und medivaldesign). Damit kann der "do it yourself" Schneider meistens nicht mithalten.

    Das Problem liegt letzten Endes an einen anderen Punkt. In einen vereinten Europa wo ich meinen Wikinger oder normannischen Ritter für unter 1000 Euro komplett und objektiv betrachtet hochwertiger ausrüsten kann als die meisten Selbstnäher (von Stangenwarenkäufern mal ganz abgesehen) ist es extrem schwierig sich als deutscher Schneider zu behaupten. Wenn ich meinen Gambeson für 200 € Maximalaufwand bestellen kann und damit schon eine so selten auf Con vorhandene Qualität habe werde ich kaum 600 € und mehr bei einer Schneidermeisterin lassen.

    Von daher müssen sich Larpschneider (und damit meine ich etablierte wie neue) überlegen was sie ihrer Kundschaft bieten können (dass ich nicht in Osteuropa häufig besser und für einen Bruchteil des Preises bekomme).

  7. #17
    Harald Ösgard
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    Zitat Zitat von Dutch
    Um es noch einmal deutlich zu sagen: Ich persönlich würde mich über eine erschwingliche, kompetente, und womöglich historisch versierte Schneiderin in meiner Nähe freuen. Infos nehme ich auch gerne per PM oder Email an.
    dito

  8. #18
    Kelmon
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    Zitat Zitat von Gerwin
    Natürlich gibt es einen (geringen oder etwas höheren Prozentsatz) an Larpern die ihre Kleidung selbst schneidern. Gerade der gehobene Bereich ist jedoch nicht (wirtschaftlich gesehen) durch Eigenkreationen abzudecken. Die besten Gewandungen die ich bisher subjektiv gesehen habe stammten eigentlich komplett von Profi-Schneidern (ein guter Durchschnitt von Osteuropäern und medivaldesign). Damit kann der "do it yourself" Schneider meistens nicht mithalten.
    Unsinn.

    - Gerade da aufwendigere Gewandung vom Profi extrem teuer ist, ist das der Punkt, an dem die meisten zur Nähmaschine bzw. zum nähendem Bekannten greifen.
    - Die hochwertigsten und aufwendigsten Gewandungen stammen zum allergrößten Teil aus Privathand.
    - Der "Do-It-Yourself"-Schneider kann dank der im Fantasy-LARP eher selten komplizierten Schnitte problemlos mit den Profi-Schneidern mithalten.

    In einen vereinten Europa wo ich meinen Wikinger oder normannischen Ritter für unter 1000 Euro komplett und objektiv betrachtet hochwertiger ausrüsten kann als die meisten Selbstnäher
    Mach da ein "subjektiv" draus, und es stimmt...bloß weil Du vielleicht zwei linke Hände hast muß das noch lange nicht heißen, daß es keine Leute gibt, die ausgezeichnete Kleidung produzieren.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  9. #19
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    Man kann doch nicht alles auf eine reine Qualität/Geld-Gleichung reduzieren!

    Es gibt Leute, die einen direkten Ansprechpartner ohne Sprachbarrieren haben wollen.
    Es gibt Leute, die maßgeschneiderte Sachen tragen möchten und sich dafür an jemanden vor Ort wenden wollen: Zum Messen, zur Anprobe, zur Beratung und zum vorherigen Anfassen der Stoffe etc.
    Und nicht zuletzt gibt es noch Leute, die, sofern sie das Geld dazu haben, lieber die Wirtschaft vor Ort und damit eine real ums Eck existierende und greifbare Person unterstützen wollen als einen Konzern, der in Osteuropa einen anonymen unterbezahlten Näher an der Maschine sitzen hat.

    Aber interessant finde ich, was hier entbrannt ist, ohne dass sich die Threaderstellerin auch nur einmal dazu hätte äußern können...

  10. #20
    Harald Ösgard
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    Wie mein Vorredner sagt.

    Aus den genannten drei Gründen wäre es für mich auch interessant.

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