Schwertscheiden tierisch geilo zum Selbermachen:

Unser guter Leomar der Schneider, aka Smartgun stolperte bei einer seiner Netzrecherchen über eine
ebenso einfache wie genitale Idee massangefertigte
Schwertscheiden zu fertigen, die, oh wunder wie
angegossen (!) auf das jeweilige Schwert passen
und auch optisch verdammt was hermachen.

Die Grundtechnik ist so simpel und naheliegend
das man´s erst gar nicht von alleine aus probiert,
und, verdammt hätt ich´s früher versucht hätte
ich jeden schadenfroh ausgelacht der mit einer
dieser unförmig-klobigen Lederschwertscheiden,
wie man sie für ca.50 öre erwerben kann
in der Gegend rumstolziert.

Aber, genug geprollt; zum Technischen:

Man nehme die Klinge seiner Wahl
(in unserem Fall zwei Katzbalger, 50-65cm Klinge
und die Dinger waren noch nitmal gelatext !)
und umwickle diese mit 10-20 Lagen einfachen
Zeitungspapiers (je nach gewünschter Enge)
welches man möglichst glatt und passend mit
Tape umwickle. Das Zeitugspapier sorgt dafür
das die Klinge noch gerade soviel Spiel hatt
das sie bequem zu ziehen ist.

Darüber wird ebenfalls der Passform nach
das Material für die Scheideninnenwand gelegt,
wir haben uns für Alufolie entschieden, Frischhaltefolie,
wirklich gratlos verlegtes Leder, Leinen etc ist denkbar.
Wichtig: die innerste Schicht so verkleben das
auf der Innenseite der Scheide nichts lose herumfutzelt,
sich wellen oder sonstwie das ziehen behindern könnte.

Ab diesem Punkt könnt ihr mit eurem gewählten
Material für die Aussenhülle beginnen.
Leomar entschied sich unseren Falls für eine
Umwicklung aus weissen, in Laim getränkten Leinen
während ich zunächst einige Lagen Gaffa und dann
starreres Transparenttape auflegte und schliesslich
versuchte das ganze mit Glasfasermatte und
Epoxidharz zu veredeln. War mein erster Versuch,
wer hätte gedacht das das Zeug so schnell aushärtet...
naja, sah grotten verpfuscht aus und nur stellenweise
klebten noch einige Glasfaserhaare, die in alle
Himmelsrichtungen abstanden dran.
Leomar hingegen wickelte in seelenruhe seine
x-te Schicht laimtriefendes Leinen um sein immer
anschaulicher werdendes Modell.
In einem Jähen Rappel schnappte ich mir nochmal
das Tapeband und tapte bis alles schon glatt
und nahtlos war. Hätte nicht gedacht das das
nochmal was werden sollte... huldigt dem allmächtigen
Tape.

Nach circa 4 Stunden gemeinschaftlichen Schaffens
waren wir nicht nur von Epoxidharz- und Laimdämpfen
umnebelt in Feierlaune gekommen sondern hatten auch
unsere jeweiligen Futurale soweit fertig als das
wir erstmal einen trinken mussten.

Leos hängt dz. noch im Keller zum trocknen
(war auch fiess viel laim) während meins schon
sauber ausgehärtet ist und sich passgenau
und bockelhart über meinen Katzbalger schmiegt.
Einzig und alleine ein, zwei Schichten Lack mehr
und das Ding ist spiegelblank. :stolz:

doch seht selbst: